Mit lautem Zischen und kräftigem Ruckeln setzt sich die Dampflok in Bewegung, ein Erlebnis, das Eisenbahnliebhaber und Nostalgiker gleichermaßen begeistert. Die Kandertalbahn verbindet seit 1895 Kandern mit Haltingen im südlichen Schwarzwald. Heute ist sie ein lebendiges Stück Eisenbahngeschichte, das Besucher auf eine Zeitreise in die Vergangenheit mitnimmt.

Die Strecke: Von Kandern nach Haltingen
Die rund 13 Kilometer lange Strecke führt durch das idyllische Kandertal, vorbei an sanften Hügeln, Wiesen, Wäldern und kleinen Dörfern. Wer ein Faible für historische Technik hat, wird sich an den gepflegten alten Waggons und der beeindruckenden Dampflok erfreuen. Die Fahrt dauert etwa 40 Minuten, perfekt, um die Landschaft in Ruhe zu genießen.

Ein Hauch von Vergangenheit
Schon beim Betreten des nostalgischen Bahnsteigs in Kandern fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt. Die restaurierten Waggons mit Holzbänken, das Pfeifen der Lok und der Geruch von der Kohle schaffen ein authentisches Flair. Kinder drücken sich an die Fenster, Erwachsene greifen zur Kamera, hier wird Eisenbahnerlebnis zum Familienausflug.

Fahrzeiten und Angebote
Die Kandertalbahn fährt an Sonn- und Feiertagen von Mai bis Oktober. Neben der regulären Strecke gibt es auch Sonderfahrten, beispielsweise mit dem Nikolauszug im Winter oder kulinarischen Themenzügen.

Tickets kannst du direkt an den Bahnhöfen und wer unterwegs zusteigt, bezahlt beim Schaffner. Erwachsene zahlen rund 10 Euro für die einfache Fahrt, Kinder fahren ermäßigt. Eine Hin- und Rückfahrt kostet 18 Euro. Fahrräder können in einem eigenen Waggon mitgenommen werden, ideal für eine Radtour zurück oder eine Weiterfahrt. Der Preis pro Fahrrad beträgt 4 Euro.

Ein Erlebnis für Groß und Klein
Ob als nostalgischer Familienausflug für Eisenbahnfreunde oder als besonderer Programmpunkt im Schwarzwaldurlaub. So begeistert die Kandertalbahn mit ihrem historischen Charme. Auch Fotografen kommen auf ihre Kosten. Denn entlang der Strecke gibt es viele tolle Spots für Schnappschüsse mit der Dampflok in Aktion.
Die Kandertalbahn, oft auch liebevoll „Chanderli“ genannt, fährt zwischen Kandern und Haltingen in Baden-Württemberg und ist schon für Ausflüge ein kleines Erlebnis. Dass dort ein historischer Postwagen als offizielles Standesamt genutzt werden kann, macht die Sache besonders:
- Atmosphäre: Statt nüchterner Amtsstube sitzt ihr in einem originalgetreu restaurierten Waggon mit Holzverkleidung, Messingbeschlägen und dem Charme der Kaiserzeit.
- Kulisse: Vor dem Fenster zieht die ländliche Schwarzwaldlandschaft vorbei (je nachdem, ob ihr im Bahnhof heiratet oder während einer Fahrt).
- Einzigartigkeit: Es ist nicht nur eine standesamtliche Trauung, sondern ein Stück Eisenbahngeschichte, perfekt für Eisenbahnfreunde, Nostalgiker oder alle, die etwas anderes wollen.
- Fotos: Die Kombination aus historischer Lokomotive, Waggon und Bahnsteig ist ein Traum für manche Hochzeitsbilder und das Brautpaar kann sogar mit der Bahn auf eine „Hochzeitsfahrt“ gehen.
- Individuell gestaltbar: Oft kann man die Fahrt privat buchen, dekorieren lassen und auch Sektempfänge direkt im oder am Zug organisieren.
Zusammenfassung
Die Kandertalbahn ist mehr als nur ein Transportmittel, sie ist ein Erlebnis. Wer den Schwarzwald besucht, sollte sich diese historische Zugfahrt nicht entgehen lassen!
Stadtbummel durch Kandern: Keramik, Geschichte und Schwarzwaldflair
Ein Stadtbummel durch Kandern ist wie eine kleine Zeitreise, gespickt mit regionaler Handwerkskunst, historischen Fassaden und der gemütlichen Atmosphäre eines Schwarzwaldstädtchens. Besonders wer sich für Keramik interessiert, wird hier auf seine Kosten kommen.
Heimat- und Keramikmuseum
Zwischen charmanten Fachwerkhäusern, kleinen Cafés und liebevoll dekorierten Schaufenstern liegt das Herz von Kandern, das Heimat- und Keramikmuseum. Bereits von außen beeindruckt das Gebäude mit seinem historischen Charakter. Drinnen erwartet Besucher eine spannende Entdeckungsreise durch die Vergangenheit der Stadt und ihre lange Tradition der Keramikherstellung.

In den lichtdurchfluteten Räumen erfährt man, wie sehr die Töpferkunst das Leben der Kanderner geprägt hat. Historische Öfen, filigrane Gefäße, reich verzierte Teller und kunstvoll bemalte Kacheln zeugen von einer jahrhundertealten Handwerkskultur, die teilweise bis heute fortlebt. Besonders beeindruckend ist die Vielfalt der Formen und Techniken, mit denen die Keramiker einst gearbeitet haben und noch immer arbeiten, denn Kandern ist bis heute für seine Keramikwerkstätten bekannt.



Nach dem Museumsbesuch lohnt sich ein Spaziergang durch die Gassen der Innenstadt. Überall entdeckt man liebevolle Details. Blumen vor den Fenstern, kleine Ateliers, Brunnen und natürlich auch Läden mit regionaler Keramik, oft handgemacht und einzigartig.

Wer eine Pause braucht, kann sich in einem der gemütlichen Cafés niederlassen und bei einem Stück Kuchen das Flair der Stadt genießen. Im Sommer laden Sitzgelegenheiten im Freien zum Verweilen ein mit Blick auf die sanften Hügel des Markgräflerlands.
Wolfsschlucht Kandern
Vom Bahnhof der Kandertalbahn führt der Weg zunächst über die Schützenstraße in Richtung Böscherschwang. Vorbei an der Siedlung geht es weiter durch offene Wiesen und Felder, bis schließlich ein Wegweiser zur Wolfsschlucht erscheint.

Hier biegt man links ab, folgt dem Schild und nimmt kurz darauf erneut die linke Abzweigung, die direkt in den Wald hineinführt.

Nur rund 200 Meter lang und bis zu 20 Meter tief präsentiert sich die Wolfsschlucht als faszinierender Naturraum mit beeindruckenden Felsformationen. Sie sind Überbleibsel eines uralten Korallenkalk-Meeres aus der Jurazeit, etwa 160 Millionen Jahre alt. Die Schlucht liegt idyllisch im Kandertal, zwischen Kandern und Hammerstein, eingebettet in dichten Wald. Ganz in der Nähe verläuft die historische Kandertalbahn, die das Naturerlebnis noch reizvoller macht. Hier biegt man links ab, folgt dem Schild und nimmt kurz darauf erneut die linke Abzweigung, die direkt in den Wald hineinführt.


St. Clemens Kirche
Der markante Kirchturm mit seinem spitzen, schiefergedeckten Dach ist schon von weitem sichtbar und weist Besuchern den Weg ins Herz von Kandern. Im Inneren empfängt die Evangelische Kirche mit einer hellen, freundlichen Atmosphäre und einer klaren, typisch evangelischen Gestaltung. Neben dem Hauptschiff befindet sich eine elegante Empore, auf der die Orgel ihren Platz hat. Der Turm gilt als eines der Wahrzeichen der Stadt und prägt das Ortsbild bis heute.


Zusammenfassung
Kandern ist ein charmantes Städtchen, das mit seiner Mischung aus Geschichte, Schwarzwald-Idylle und besonderen Erlebnissen begeistert. Ob ein Spaziergang durch den historischen Ortskern, ein Besuch im Heimat- und Keramikmuseum oder eine nostalgische Fahrt mit der Kandertalbahn. So lassen sich hier Kultur, Natur und Romantik wunderbar verbinden. Dank der Lage im Dreiländereck bietet Kandern zudem ideale Möglichkeiten für abwechslungsreiche Ausflüge in der näheren Umgebung. Wie zum Beispiel nach Mülhausen im Elsass, wo sich das größte Automuseum der Welt, Musée National de l’Automobile, befindet.
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Kathrin Fröhlich Als Reisebloggerin gebe ich euch Tipps für Ausflugsziele mit Naturerlebnissen





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