Wer historische Handwerkskunst, ruhige Naturplätze und gut gepflegte Wanderwege schätzt, findet im Salzburger Land zwei besonders eindrucksvolle Ausflugsziele: den Mühlenrundweg in Oberscheffau und die Mühlenwanderung in Ebenau. Beide Routen verbinden idyllische Landschaften mit jahrhundertealter Mühlentradition und zeigen, wie eng Wasser, Holz und menschliche Arbeit hier seit jeher miteinander verknüpft sind. Während man entlang rauschender Bäche wandert, öffnen sich immer wieder Einblicke in alte Getreide- und Sägemühlen, die liebevoll restauriert wurden und bis heute die Geschichte der Region erzählen. Diese beiden Wege bieten eine ideale Kombination aus Naturerlebnis, Regionalgeschichte und entspanntem Wandern, perfekt für einen entschleunigten Tag im Salzburger Land.
Mühlenrundweg in Oberscheffau
Der Mühlenrundweg in Oberscheffau wird auch liebevoll „Herzerlweg“ genannt und es ist eine malerische Wanderstrecke im Salzburger Land. Die auf rund 5,6 Kilometern Länge Naturgenuss und historische Eindrücke mit familienfreundlichen Erlebnissen miteinander verbindet. Mit einem Anstieg von etwa 144 Höhenmetern lässt sich der Mühlenrundweg in gut 2,5 Stunden bequem bewältigen und lädt unterwegs zu zahlreichen landschaftlichen und kulturellen Entdeckungen ein.

In Oberscheffau biegt man von der Lammertal Straße in Richtung Alte Mühle ab, dort befindet sich gleich der Parkplatz. Der dient als idealer Ausgangspunkt für den Mühlenrundweg.

Zuerst folgt man der Straße, bis eine mit Holz bedeckte Brücke kommt. Nach der Brücke biegt man rechts ab und wandert an ein paar Häusern vorbei.

Marmorkugelmühle in Oberscheffau
Diese nach alten Vorlagen nachgebaute Kugelmühle zeigt anschaulich, wie einst in der Region Kugeln aus Marmor gefertigt wurden. Eine fast vergessene Handwerkskunst, die hier wieder lebendig wird. Hier findet ihr mehr Informationen, denn hier kann man auch seinen Urlaub verbringen.
Weiter geht es gemütlich entlang der Schwarzenbach, bis man die alte Mühle erreicht.

Herzerlweg entlang des Mühlenrundweges
Auf dieser Strecke bis zur alten Mühle befindet sich auch der liebevoll gestaltete Herzerlweg. Welcher einen begeistert mit zahlreichen liebevoll gestalteten Herz-Elementen, die entlang des Weges verteilt sind. Welche zum Beispiel von den Kindern gezählt werden können.

So wird die Wanderung zu einem unterhaltsamen Spiel für die ganze Familie. Immer wieder laden gemütliche Sitzbänke und idyllische Kraftplätze zum Verweilen, Innehalten und Genießen ein. Wunderschön, um die Natur bewusst wahrzunehmen und die kleinen Entdeckungen am Wegesrand zu machen.



Alte Mühle
Diese eindrucksvolle Getreidemühle stammt aus dem 17. Jahrhundert und war bis ins Jahr 1958 in Betrieb. Heute präsentiert sie sich liebevoll restauriert und vermittelt eindrucksvoll, wie früher auf traditionelle Weise Getreide zu Mehl gemahlen wurde. Und es ist heute ein lebendiges Stück regionaler Handwerksgeschichte.

Schwarzenbachfall
Ein beeindruckendes Naturschauspiel erwartet euch ein Stück nach der alten Mühle entlang des Weges. Besonders eindrucksvoll präsentiert sich der Schwarzenbachfall bei Schneeschmelze oder nach Regenfällen, wenn er mit voller Kraft in die Tiefe stürzt.

Zur Schwarzenbachquelle
Die Wanderung zur Schwarzenbachquelle führt über verwurzelte Waldpfade und teils steinige Abschnitte; hier ist festes Schuhwerk ein Muss. Der Weg schlängelt sich durch idyllischen Mischwald, vorbei an kleinen Brücken und moosbedeckten Felsen. Nach einem kurzen, aber etwas anspruchsvolleren Anstieg erreicht man die Quelle.


Ein ruhiger Ort mitten im Wald, wo das kristallklare Wasser vorbeisprudelt. Die Stille, das Plätschern und die unberührte Natur ziehen die Quelle des Schwarzenbaches magisch an.

Zum Winnerfall
Von der Schwarzenbachquelle aus führt ein Pfad in wenigen Minuten zurück zum Mühlenrundweg. Dort gelangt man über einer Brücke zu dem Winnerfall, einem eindrucksvollen Wasserfall, der je nach Witterung tosend in die Tiefe stürzt. Bei meinem Besuch war das Bachbett jedoch trocken, sodass der Wasserfall nur erahnt werden konnte. Trotzdem lohnt sich die Wanderung zum Winnerfall zu unternehmen. Die Brücke bietet einen schönen Blick in die felsige Schlucht und rundet die Wanderung durch diese abwechslungsreiche Naturlandschaft stimmungsvoll ab.

Nach diesem Winnerfall geht es nur wenige Meter bergauf, bevor es auf einem gemütlichen Weg zurück zum Parkplatz geht.


Ein besonderer Moment ist der Blick auf den majestätischen Salzberg. Der zwischen den Bäumen, der sich eindrucksvoll über das Lammertal erhebt. Die Kombination aus ursprünglicher Natur, der historischen Mühle, dem beeindruckenden Wasserfall und diesem Panorama macht den Weg zu einem rundum stimmungsvollen Erlebnis. Besonders bei klarer Sicht ist der Anblick des Salzbergs ein echtes Highlight.

Zusammenfassung
Es empfiehlt sich, den Mühlenrundweg in der ausgeschilderten Richtung zu gehen. Die Hinweisschilder führen sinnvoll durch die abwechslungsreiche Strecke und zeigen, wie man am besten wandert. So könnt ihr am besten den Rundweg genießen. Und die Steigungen sind angenehm zu bewältigen.
Entdecke die Mühlenwanderung in Ebenau
Die idyllische Gemeinde Ebenau im Salzburger Land ist bekannt für ihre reizvolle Natur, die zahlreichen Mühlen und gut ausgeschilderten Wanderwege. Eine besonders schöne Rundwanderung führt durch das romantische Rettenbachtal. Vorbei an historischen Mühlen, zu herrlichen Aussichtspunkten, Kneippanlage und dem imposanten Plötz-Wasserfall.

Startpunkt: bei der Waschl-Mühle
Der Ausgangspunkt der Wanderung befindet sich auf einem kleinen, kostenfreien Parkplatz gegenüber der Waschl-Mühle. Schon hier spürt man die besondere Atmosphäre dieser Tour das leicht rauschende Wasser, das alte Mühlengebäude und die grünen Wiesen bieten eine perfekte Kulisse.

Da die Waschlmühle seit 1996 wieder in Betrieb ist, können Führungen durch diese wunderbare Mühle angeboten werden. Nach vorheriger Vereinbarung werden spannende Einblicke in die traditionelle Mühlentechnik und das Leben der Müllers Familie präsentiert. So erfahrt ihr dabei Wissenswertes über den Malvorgang, die Funktion der Wasserräder sowie die Geschichte der Mühle.
Mühle im Pertill
Von der Waschl-Mühle führt der Weg über die Unterbergstraße vorbei an den saftigen Wiesen. Schon nach wenigen Minuten erreicht man die Mühle im Pertill, eine von mehreren historischen Mühlen, die liebevoll restauriert wurden. Informationstafeln erzählen hier von der Geschichte der Mühlenkultur in Ebenau, die bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht.

Die Kombination aus Natur und Kultur macht diesen Abschnitt der Wanderung besonders eindrucksvoll.
Wanderweg Nr. 61 zum Watzmannblick
Ab der Mühle im Pertill folgt man dem gut beschilderten Wanderweg Nr. 61, der sanft ansteigt über Wurzeln und durch den Mischwald führt. Nach etwa 45 Minuten erreicht man den Watzmannblick, der auf einer Höhe von 759 Metern liegt.

Von hier aus eröffnet sich ein wunderschönes Panorama auf das umliegende Salzburger Land. Und bei klarer Sicht zeigt sich sogar der majestätische Watzmann in der Ferne, einer der bekanntesten Berge der Berchtesgadener Alpen. Bei unserem Besuch erkennt man ihn nicht so klar, wenn ihr zwischen den Bäumen schaut, erkennt ihr den aus Kalkstein bestehenden Watzmann.

Hier lohnt sich eine kleine Rast, eine Bank lädt zum Verweilen ein und der Ausblick ist einfach traumhaft.
Abstieg zum Plötz-Wasserfall
Vom Watzmannblick geht es weiter bergab, zurück in Richtung Tal. Nach circa 1 Stunde geht es über den Rettenbach.

Langsam hört man das Rauschen des Plötz-Wasserfalls, der sich über Felsen in ein tiefes Becken stürzt, ein echtes Naturhighlight. Direkt am Wasserfall befinden sich weitere restaurierte Mühlen wie zum Beispiel die Schroffenau-Mühle, die sich harmonisch in die Landschaft einfügen.

Es gibt mehrere Aussichtspunkte, von denen man den Wasserfall in voller Pracht bewundern kann. Die Mühlenwanderung führt einem ganz nah heran, perfekt für tolle Fotos.

Die idyllische Mühlenwanderung führt weiter durch eine malerische Landschaft mit plätscherndem Bachlauf mit den alten Mühlen und schattigen Waldwegen. Auf der Tour liegt ein kleiner Wasserfall mit einem See, ein echtes Naturidyll, das zum Verweilen einlädt.

Immer wieder entlang der Mühlenwanderung tauchen am Wegesrand liebevoll erhaltene alte Mühlen auf, die vom einstigen Leben und Arbeiten in der Region erzählen.
Viele dieser Mühlen sind heute stillgelegt, wurden aber liebevoll restauriert und vermitteln mit ihren Schindeldächern, Wasserrädern und Fachwerkfassaden einen Eindruck vergangener Zeiten. Einige von ihnen sind beschildert oder mit Infotafeln versehen, sodass man mehr über ihre Geschichte und frühere Nutzung erfährt.

Kneippanlage und Rückweg zum Ausgangspunkt
Nach dem Besuch des Wasserfalls geht es gemütlich weiter zur kleinen, aber feinen Kneippanlage, die direkt am Bach liegt. Hier kann man die Füße im frischen Gebirgswasser erfrischen und neue Energie für den letzten Wegabschnitt tanken.

Der Weg führt anschließend wieder zurück zur Waschl-Mühle, dem Ausgangspunkt der Wanderung.
Zusammenfassung
Die Mühlenwanderung in Ebenau ist eine leichte bis mittelschwere Rundtour mit einer Länge von ca. 9 Kilometern und einer Gehzeit von etwa 2 bis 4 Stunden je nach dem eigenen Tempo, Pausen und Verweildauer an den Aussichtspunkten. Sie eignet sich ideal für Familien, Genusswanderer und alle, die Natur mit Geschichte verbinden möchten.
Highlights der Mühlenwanderung sind:
- Die zahlreichen historischen Mühlen
- Der Ausblick vom Watzmannblick
- Der beeindruckende Plötz-Wasserfall
- Die wohltuende Kneippanlage
Die Wege sind gut ausgeschildert und gepflegt, festes Schuhwerk wird aber empfohlen, vor allem bei Nässe kann es in Bachnähe rutschig sein. Im Sommer ist diese Wanderung durch den schattigen Verlauf im Wald besonders angenehm.
Märchenwanderweg Ebenau
Zwischen schattigen Waldpfaden und dem sanften Plätschern historischer Mühlen erleben Besucher in Ebenau eine besondere Verbindung aus Natur, Märchenwelt und regionaler Geschichte. Der Rundweg beginnt bei der Waschlmühle im Ort und vereint zwei stimmungsvolle Themenwege zu einer abwechslungsreichen Entdeckungstour für Groß und Klein.



Wer den Märchenwanderweg Ebenau entdecken möchte, folgt einfach dem gut ausgeschilderten Wanderweg Nr. 61b. Entlang des Weges begegnen die Wanderer verschiedenen Stationen mit bekannten Märchenfiguren, die anschaulich gestaltet und mit Texttafeln versehen sind. So treffen Groß und Klein unter anderem auf Rotkäppchen, den Froschkönig oder Frau Holle. Die Tafeln erzählen nicht nur die Märchen, sondern regen auch zum Mitmachen und Staunen an.
Der Rundweg 61b ist gut begehbar, familienfreundlich und auch für kleinere Kinder geeignet. Gutes Schuhwerk ist dennoch empfehlenswert, da der Weg stellenweise über natürliche Wurzelpfade und kleine Steigungen führt. Je nach Tempo und Pausenzeit sollte man etwa 1,5 bis 2 Stunden einplanen.
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