Wer sich für das Leben und die Arbeit vergangener Generationen interessiert, sollte dem Freilichtmuseum Massing einen Besuch abstatten. Auf einem rund 16 Hektar großen Gelände werden historische Bauernhäuser und Gebäude aus der Region präsentiert. Zwischen alten Höfen, Gärten, Werkstätten und Wirtschaftsgebäuden lässt sich anschaulich entdecken, wie die Menschen früher gelebt, gearbeitet und ihren Alltag gestaltet haben.

Das Freilichtmuseum vermittelt weit mehr als nur einen Einblick in historische Gebäude. Viele der Häuser sind eingerichtet und vermitteln einen authentischen Eindruck vom bäuerlichen Leben vergangener Zeiten. So könnt ihr nachvollziehen, wie die Menschen gewohnt haben, welche Arbeiten auf einem Bauernhof anfielen und welche handwerklichen Fähigkeiten früher zum Alltag gehörten.

Besonders interessant sind die verschiedenen historischen Einrichtungen auf dem Museumsgelände. Dazu gehören beispielsweise eine alte Kegelbahn, eine Kramerei, die sonntags geöffnet hat, sowie eine Seilerei, in der traditionelles Handwerk anschaulich dargestellt wird. Auch eine Gaststätte gehört zum Museum und lädt dazu ein, den Museumsbesuch gemütlich ausklingen zu lassen. In einer historischen Schulstube könnt ihr außerdem einen Eindruck davon bekommen, wie Unterricht und Schule früher ausgesehen haben.

Von März bis Oktober finden im Freilichtmuseum verschiedene Vorführungen und Veranstaltungen statt. Dabei werden alte Handwerkstechniken und traditionelle Arbeitsweisen gezeigt. Solche Vorführungen machen den Museumsbesuch besonders lebendig, denn man kann nicht nur historische Gegenstände betrachten, sondern erlebt unmittelbar, wie bestimmte Arbeiten früher ausgeführt wurden.

Wer einen Besuch plant, sollte sich deshalb am besten vorab über das aktuelle Veranstaltungs- und Vorführungsprogramm informieren. Je nach Termin können unterschiedliche Handwerke, Vorführungen oder besondere Aktionen angeboten werden.

Im Freilichtmuseum Massing gibt es zahlreiche historische Gebäude, die aus verschiedenen Regionen Niederbayerns stammen. Sie wurden dort erhalten oder wieder aufgebaut, um das frühere Leben auf dem Land anschaulich zu zeigen.
Die Häuser im Freilichtmuseum Massing
Der Lehnerhof stammt aus der Hallertau und war ein typischer Hopfenbauernhof. Neben dem Hopfenanbau spielten auch Milchviehhaltung und Schweinemast eine wichtige Rolle. Der Hof wird im Museum im Zustand um 1962 gezeigt.


Der Schusteröderhof ist ein typischer Rottaler Vierseithof und war der erste Hof des Freilichtmuseums. Das Wohnstallhaus stammt aus dem Jahr 1770 und zeigt die traditionelle Bauweise mit Holzblockbau und Schrot.




Die Görgenmannsölde war ein Hafneranwesen aus der Region Kröning. Dort wurde über Jahrhunderte das Töpferhandwerk betrieben. Besonders interessant ist die Verbindung zwischen Wohnbereich und Werkstatt.
Die Kegelbahn aus Egglkofen ist eine historische Kegelbahn im Jugendstil. Sie zeigt, wie Freizeit und geselliges Beisammensein früher aussahen. Die Kegel und Kugeln sind aus Holz.
Die Marxensölde vermittelt das Leben einer kleinbäuerlichen Familie. Hier wird deutlich, wie Wohnen und Arbeiten früher eng miteinander verbunden waren. Auch traditionelle Handarbeiten wie das Spinnen von Wolle und Flachs werden dort gezeigt.






Die Seilerei Eder erinnert an ein altes Handwerk. Sie zeigt, wie Seile früher hergestellt wurden und welche Bedeutung solche handwerklichen Berufe für das tägliche Leben hatten.


Das Freilinger Häusl ist ein kleines ländliches Wohngebäude und gehört zum Bereich des Kochhofs. Es vermittelt einen Eindruck von den einfacheren Wohnverhältnissen auf dem Land.
Der Heilmeierhof
Im Heilmeierhof des Freilichtmuseums Massing wird eindrucksvoll sichtbar, wie fortschrittlich die Menschen damals schon lebten und wirtschafteten. Besonders spannend ist ein Besuch am Sonntag, wenn der Kramerladen geöffnet hat – für viele eine wunderbare Gelegenheit, in Erinnerungen zu schwelgen und ein Stück Kindheitsvergangenheit wiederzuentdecken.




Der Kochhof steht unter anderem für die technische Entwicklung in der Landwirtschaft. Dort werden historische Geräte und Maschinen gezeigt, die den Wandel der bäuerlichen Arbeit veranschaulichen.
Öffnungszeiten des Freilichtmuseums Massing
Das Freilichtmuseum ist grundsätzlich von Mitte März bis Ende Oktober geöffnet. Die Öffnungszeiten unterscheiden sich dabei je nach Jahreszeit:
- Ab 16. März, im April und im Oktober: 9:00 bis 17:00 Uhr
- Mai bis September: 9:00 bis 18:00 Uhr
- Montags: geschlossen, außer wenn der Montag auf einen Feiertag fällt
Gerade für einen Tagesausflug lohnt es sich, ausreichend Zeit einzuplanen. Das weitläufige Museumsgelände bietet zahlreiche Gebäude und Bereiche, die entdeckt werden können.
Eintrittspreise
Der reguläre Eintrittspreis für Erwachsene beträgt 8,00 Euro. Mit Kurkarte kostet der Eintritt für Erwachsene 7,00 Euro. Für Gruppen ab 15 Personen wird ein vergünstigter Preis von 6,00 Euro pro Person angeboten. Ermäßigter Eintritt für Menschen mit Behinderung sowie für Schüler und Studenten ab 18 Jahren mit Ausweis: 5,00 €. Kinder und Schulklassen: kostenlos. Ehrenamtskarte: 7,00 €.
Wer das Freilichtmuseum regelmäßig besuchen möchte, kann auch eine Jahreskarte erwerben. Die Erwachsenen-Jahreskarte kostet 24,00 Euro, die ermäßigte Jahreskarte 15,00 Euro. Außerdem gibt es die Jahreskarte „ICH und DU“ für einen Erwachsenen und eine Begleitperson für 30,00 Euro.
Für Besucher, die das Museum im Rahmen einer Führung kennenlernen möchten, besteht die Möglichkeit, eine Führung auf Anmeldung zu buchen. Dafür werden 40,00 Euro berechnet.
Ein lohnenswertes Ausflugsziel
Das Freilichtmuseum Massing ist ein interessantes Ausflugsziel für alle, die Geschichte nicht nur aus Büchern kennenlernen möchten. Die historischen Gebäude, Werkstätten und Einrichtungen machen vergangene Lebenswelten greifbar und zeigen eindrucksvoll, wie unterschiedlich der Alltag auf dem Land früher war.
Besonders Familien, Kinder und Schulklassen können hier viel entdecken. Während die Erwachsenen sich für die Architektur, die Handwerkskunst und die Geschichte der Höfe interessieren, gibt es für jüngere Besucher zahlreiche Möglichkeiten, das Museumsgelände aktiv zu erkunden.
Wer seinen Besuch möglichst abwechslungsreich gestalten möchte, sollte den Termin am besten so wählen, dass eine der angebotenen Vorführungen stattfindet. Dadurch wird aus einem Rundgang durch historische Gebäude eine anschauliche Reise in die Vergangenheit.
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Kathrin Fröhlich Als Reisebloggerin gebe ich euch Tipps für Ausflugsziele mit Naturerlebnissen




