Die Stadt Zwiesel liegt auf einer Höhe von circa 581 Metern und befindet sich im niederbayerischen Landkreis Regen und ist circa 13 Kilometer nordöstlich von Regen. Was kann man in dieser Stadt unternehmen? Zum einen gibt es das Waldmuseum direkt an der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus. Zudem kann man die Bergkirche besichtigen. Eine Kaffee- oder Schokoladenverkostung in der Kaffeerösterei Kirmse kann ich nur sehr empfehlen. Man kann unterirdische Gänge in Zwiesel entdecken. Die erste Dampfbierbrauerei lädt zu einem Besuch ein. Entdeckt die Glaspyramide beim Zwiesel-Glas-Werksverkauf. Und man kann wunderbar durch den Stadtpark schlendern.

Kaffeerösterei Kirmse
Mitten in der Stadt Zwiesel befindet sich die Kaffeerösterei Kirmse. Hier könnt ihr in die Kunst der Kaffeeröstung eintauchen. Jeden Mittwoch in der Zeit von 15 bis 16 Uhr findet eine Schau-Kaffee-Röstung statt. An jedem Donnerstag von 15 bis 16 Uhr könnt ihr an einer Schokoladenverkostung teilnehmen. Und an jedem Freitag von 15 bis 16 Uhr wird eine Kaffeeverkostung angeboten.

Unterirdische Gänge
Entdecke die Geheimnisse der unterirdischen Gänge im Rahmen einer Führung. So könnt ihr die unterirdischen Gänge erkunden und tief in die Geschichte der Region eintauchen. Die unterirdischen Gänge, welche aus den vergangenen Jahrhunderten stammen. Dafür ist eine Anmeldung bei der Touristeninformation notwendig, denn es kann nur eine begrenzte Anzahl von Personen in die unterirdischen Gänge gehen. Die Führungen finden von Montag bis Samstag von 16.00 bis 17.00 Uhr statt. Ich empfehle euch bei dieser Führung etwas warme Kleidung mitzunehmen, da die Temperatur in den unterirdischen Gängen um die 6 Grad beträgt.



1. Dampfbierbrauerei Zwiesel
In Zwiesel gibt es die 1. Dampfbierbrauerei, die man auch besichtigen kann. An 3 Tagen in der Woche wird aktuell bis Ende Oktober eine Führung um 14 Uhr durch diese Brauerei durchgeführt. Am besten tut ihr euch im Vorfeld anmelden, so findet ihr euren Wunschtermin am einfachsten.

Wenn ihr bei der Brauerei angekommen seid, haltet euch an der linken Seite des Gebäudes. Denn da geht es zur historischen Erlebnis-Braustätte.

Entlang des Weges findet ihr bereits ein paar Biersorten, welche hier hergestellt werden.


Hier bei dieser Dampfbierbrauerei findet ihr sogar ein paar Hopfenpflanzen, welche direkt vor dem Wald angepflanzt worden sind.

Kurz vor Führungsbeginn wurde die Anmeldungsliste ausgefüllt und wir starteten zu unserer Führung, welche circa 1 Stunde dauert.

Auf dem Weg zur Filmvorführung wurden uns bereits ein paar Einzelheiten über diese Brauerei mitgeteilt. Im Jahr 1889 gründete Wolfgang Pfeffer die Brauerei, welche sich auf die Herstellung von Dampfbier nach dem eigenen Rezept spezialisierte.

Ausstellungsräume
Die Filmvorführung ist wie ein kleines Kino ausgestattet mit einem Blick auf die Leinwand und dem Weg zum Gärkeller.

Nachdem der Film zu Ende war, ging es durch den Gärkeller in die beiden Räume. Dort befinden sich die originalen Einrichtungsgegenstände aus der damaligen Zeit.



Heute ist die Brauerei in der 5. Generation und wird von Mark Pfeffer geleitet. Denn es soll das alte Brauhandwerk des Dampfbieres weiterleben. Und es wird größter Wert darauf gelegt, dass die anfänglichen echten Biere weiter gebraut werden.

Genauso könnt ihr die verschiedenen Flaschen von den gesammelten Biersorten betrachten.

Sogar König-Ludwig-Bier darf hier in dieser Dampfbierbrauerei nicht fehlen und dient hier als Erinnerung.

Hier seht ihr noch einmal die Flaschen- und Gläsersammlung. Denn früher waren die Flaschen nicht gleich groß.

Auf dem Weg zum Sudhaus seht ihr weiterhin die verschiedenen Arbeitsgeräte. Die zur Bierherstellung benötigt werden.



Zum Abschluss der Führung erhält jeder Gast einen Umtrunk im Schalander. Ob Bier oder ein alkoholfreies Getränk, es ist jedem selbst überlassen.


Glaskapelle
Wenn man in Zwiesel ist, sollte man sich dieses Highlights nicht entgehen lassen. Diese wunderbare Glaskapelle verbindet traditionelle Handwerkskunst mit moderner Architektur auf beeindruckende Weise. Besonders beeindruckend ist, wie das Licht durch das Glas fällt und eine einzigartige Atmosphäre im Inneren der Kapelle schafft. Selbst die Glocke besteht aus Glas. Ein Besuch dort bietet nicht nur spirituelle, sondern auch ästhetische Erlebnisse, die lange in Erinnerung bleiben.

Stadtpfarrkirche St. Nikolaus
Die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus wurde zwischen den Jahren 1892 und 1896 im neugotischen Stil aus Backstein und Granit erbaut. Auffällig sind die beiden circa 86 Meter hohen Türme und sie gelten als Wahrzeichen der Stadt. Beeindruckend sind die Altäre, die Kanzel sowie die farbenfrohen Glasfenster.



Waldmuseum Zwiesel
Das Waldmuseum hat von Donnerstag bis Montag in der Zeit von 10 bis 16 Uhr geöffnet. In diesem Museum findet ihr Abteilungen, angefangen von der Glasproduktion über die Gesteine, welche im Bayerischen Wald zu finden sind. Zudem könnt ihr die heimischen Tiere hier bestaunen.

Bereits wenn man dieses Museum betritt, bemerkt man die Liebe zum Detail, wie die Holzleisten an den Wänden den Gang länger und nach hinten schmaler wirken lassen.

Entdeckt die umfangreiche Sammlung von präparierten Tieren, welche im Bayerischen Wald zu Hause sind oder waren.


Durch die interaktiven Displays werden die Lebensweise und der Lebensraum der verschiedenen Tierarten erklärt.

In der Abteilung Baum-Wald-Pilz könnt ihr die verschiedenen Pilzsorten bestaunen. Und wie sie einst die körperliche Arbeit mit den Arbeitsgeräten geleistet haben, welche sie im Wald zur Verfügung gehabt haben.




Und es können auch kirchliche Hochzeiten in der Kapelle des Waldmuseums abgehalten werden.

Was ist das für eine alte Stadtapotheke, die viele nicht mehr kennen, wie sie früher ausgestattet war.

Steine
Entdeckt die Edelsteine, Halbedelsteine, Quarze, Granit und Erze, welche im Bayerischen Wald gefunden worden sind.

Was ist das für ein toller historischer Handwebstuhl – und sehr beeindruckend, wie einst damit gewebt wurde? Denn es ist eine traditionelle Technik des Webens, die in dieser Region im 18. und 19. im Jahrhundert häufig verwendet worden ist.

Und wenn ihr alles erkundet habt, könnt ihr beim Eingang ein Getränk zu euch nehmen und eine kleine Pause machen.

Von dem Waldmuseum ging es über den Stadtplatz vorbei an der Touristeninformation und weiter durch den Stadtpark. Bis wir dann an der Glaspyramide angekommen sind.

Stadtpark
Der circa 1,45 ha große Stadtpark bietet eine Oase der Erholung und Ruhe im Grünen. Dieser Stadtpark verläuft entlang der Große Regen, welcher ein Nebenfluss der Schwarzen Regen ist. In diesem Stadtpark befinden sich zum einen ein Spielplatz und zum anderen eine Kneippanlage.

Glaspyramide
Was ist das für eine besondere Pyramide? Denn es ist die höchste Kristallglas-Pyramide der Welt. Bestehend aus 93.665 Tritan-Kristallgläsern. Auf 65 Ebenen und mit einer Gesamthöhe von circa 8 Metern wurde sie von den 25 Mitarbeitern und Auszubildenden der Zwiesel Kristallglas erschaffen.

Diese Glaspyramide befindet sich bei dem Werksverkauf des Zwieselglases. Schaut in den Werksverkauf rein und ihr könnt sehen, wie die verschiedenen Glasprodukte hergestellt werden.
Weißwurstäquator
Bereits bei der Anfahrt aus Richtung Regen fällt auf der rechten Seite das Denkmal des Weißwurstäquators auf.

Denn dort befindet sich der 49. Breitengrad, und man bezeichnet ihn auch als Weißwurstgrenze. Denn es ist eine gedachte Kulturgrenze zwischen Altbayern und den restlichen Teilen von Deutschland.

Bauernhausmuseum Lindberg
In dem circa 5 Kilometer entfernten Lindberg befindet sich das Bauernhausmuseum Lindberg. Dies ist ein kleines Museum, das das frühere typische niederbayerische Leben auf dem Bauernhof präsentiert.

Dort findet ihr eine der letzten hölzernen Kapellen, die bis ins Jahr 1885 zurückreicht. Besonders auffällig sind die charakteristischen Holzschindeln, die das Bauwerk schmücken, sowie die fast mystisch anmutenden Totenbretter, die eine besondere Bedeutung in der lokalen Kultur und Religion haben.

Direkt daneben befindet sich das sogenannte Austragshaus, ein Gebäude aus dem 18./19. Jahrhundert, das seit 1975 als Museumsgaststätte unter dem Namen „Bärenhöhle“ bekannt ist. Diese Gaststätte lädt sowohl Einheimische als auch Besucher zum Verweilen ein. Hier können Gäste im gemütlichen Biergarten oder in der urigen Gaststube regionale Spezialitäten genießen, darunter selbst gebackene Kuchen und frisch gezapftes Bier.

Es ist eine perfekte Gelegenheit, um mit den Einheimischen, den Waidlern, ins Gespräch zu kommen oder ihrer traditionellen Musik zu lauschen, was dem Besuch eine besonders authentische Note verleiht.






Dieses Museum hat von Mai bis Oktober am Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonntag in der Zeit von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Selbstverständlich kann man nach Vereinbarung zu einem anderen Zeitpunkt das Museum besichtigen. Dazu wendet ihr euch an das Bauernhausmuseum.
Tier-Freigelände im Nationalparkzentrum Falkenstein
Ein weiteres lohnenswertes Ausflugsziel wäre das Tierfreigelände im Nationalparkzentrum Falkenstein mit der Steinzeithöhle und dem Haus der Wildnis. Hier könnt ihr heimische Wildtiere in einer naturnahen Umgebung beobachten.

Besonders beeindruckend ist die Steinzeithöhle, die einen spannenden Einblick in das Leben der Menschen in der Steinzeit bietet.




Ergänzt wird das Erlebnis durch das „Haus der Wildnis“, in dem interaktive Ausstellungen stattfinden. Und informative Filmbeiträge werden euch die Flora und Fauna des Nationalparks sowie die Bedeutung der Wildnis näherbringen. Dieses Ziel ist ideal für Naturliebhaber und Familien, die eine Kombination aus Naturerlebnis und Wissensvermittlung suchen.

Der circa 2,5 Kilometer lange Rundweg verläuft durch den Wald und ihr kommt an den verschiedenen und weitläufigen Tiergehegen vorbei. Dabei könnt ihr die Tiere beobachten.


In der Nähe des Hauses der Wildnis könnt ihr dieses Kugelspiel spielen.


Dies wäre bestimmt eine tolle Aussicht von diesem Aussichtsturm gewesen. Bei unserem Besuch war dieser Aussichtsturm leider nicht begehbar.

Von diesem Aussichtsturm geht es weiter über diese schöne Holzbrücke, bis wir wieder an unserem Ausgangspunkt angekommen sind.

Hier findet ihr die Öffnungszeiten für die Steinzeithöhle und das Haus zur Wildnis.
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