Wer gern einen Friedhof der besonderen Art kennenlernen möchte, ist hier genau richtig. In diesem beschaulichen Örtchen Kramsach kann man den lustigen Friedhof besichtigen.
aktualisiert 25.01.2026
Inmitten der Tiroler Alpen, in der beschaulichen Gemeinde Kramsach. Liegt eine der ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten Österreichs. Der Museumsfriedhof, auch bekannt als „Lustiger Friedhof“. Diese Freiluftausstellung bietet einen humorvollen und zugleich nachdenklichen Blick auf die Traditionen vergangener Zeiten.
Die Anfahrt zum Museumsfriedhof in Kramsach
Die Ortschaft Kramsach liegt in Tirol an der Inntalautobahn, circa 35 km von Kufstein entfernt, in Richtung Innsbruck. Diese Gemeinde hat fast 5000 Einwohner. Umgeben von 5 Seen und der Bergkulisse bietet es sich für viele Unternehmungen an.
Wir besuchten den Museumsfriedhof (lustiger Friedhof) der besonderen Art. Im Ortsteil Hagau liegt der Friedhof. Dieser liegt am Rand der Ortschaft und ist ausgeschildert. Dort befinden sich ausreichend Parkplätze.
Hier darf ruhig laut gelacht werden
Vom Parkplatz sind es nur ein paar Meter. Wo sich auf der linken Seite des Museumsfriedhofs befindet. Dort sind in einer Kreisform diese tollen Grabdenkmäler angebracht, mit ein paar Bäumen.

Denn das familienbetriebene Freilichtmuseum zeigt die Grabmäler mit der Schmiedekunst aus den Jahren 18. und 19. Jahrhundert. Teilweise aus Bayern und Tirol stammend, wurden diese erworben und restauriert. Bis jetzt wurden 900 Grabkreuze gesammelt, davon sind rund 60 Stück ausgestellt. Dies ist kein normaler Friedhof, da dort keine Toten begraben sind und nur die Kreuze aus der Vergangenheit zu sehen sind. Man kann über die teils lustigen Sprüche herzhaft lachen. Ein Besuch lohnt sich immer und der Eintritt ist frei.



Was ist der Museumsfriedhof?
Der Museumsfriedhof ist keine Ruhestätte im klassischen Sinne, sondern eine Sammlung alter Grabkreuze und Grabinschriften aus verschiedenen Regionen. Diese Exponate wurden im Laufe der Jahre von Privatpersonen und Kirchen zusammengetragen und sind heute auf einem idyllischen Areal ausgestellt.
Die Besonderheiten
Humorvolle Inschriften: Viele der ausgestellten Kreuze sind mit witzigen und skurrilen Sprüchen versehen, die den Betrachter zum Schmunzeln bringen. Sie spiegeln den oft schwarzen Humor und die Lebensweisheiten der bäuerlichen Bevölkerung wider.
Beispiele:
„Hier liegt Martin Krug, der Kinder, Weib und Orgel schlug.“
„Hier liegt meine Frau, Gott sei Dank – endlich Ruhe!“
Handwerkskunst: Die Grabkreuze zeigen auch die hohe Kunst des Schmiedens und des Holzschnitzens, die damals in Tirol verbreitet war.
Handwerkskunst auf dem Museumsfriedhof in Kramsach
Die Grabkreuze des Museumsfriedhofs in Kramsach sind nicht nur humorvolle Zeugnisse vergangener Zeiten, sondern auch beeindruckende Beispiele traditioneller Handwerkskunst. Jedes Kreuz erzählt eine Geschichte nicht nur durch seine Inschrift, sondern auch durch seine Gestaltung.
Kunst des Schmiedens und Holzschnitzens
Schmiedekunst: Viele der Kreuze bestehen aus kunstvoll verarbeitetem Eisen. Aufwendige Verzierungen wie geschwungene Ornamente, Rosetten oder florale Motive zeugen von der Präzision und Kreativität der damaligen Schmiede.
Holzschnitzerei: Die hölzernen Grabkreuze bestechen durch filigrane Schnitzarbeiten, von religiösen Symbolen wie Kreuzen und Engeln bis hin zu regionalen Motiven wie Blumen oder bäuerlichen Szenen.
Traditionelle Techniken
Die verwendeten Techniken stammen aus einer Zeit, in der Handarbeit ein wesentlicher Bestandteil des täglichen Lebens war. Die Kombination aus Funktionalität und Ästhetik zeigt, wie wichtig es den Menschen war, ihre Angehörigen mit Respekt und Würde zu ehren, oft auch mit einem Hauch von Humor.
Erhaltung der Tradition
Der Museumsfriedhof trägt dazu bei, diese Handwerkskunst zu bewahren und für die Nachwelt sichtbar zu machen. Jedes Kreuz ist ein einzigartiges Kunstwerk, das die kulturellen Wurzeln Tirols widerspiegelt.
Fazit: Die Grabkreuze des Museumsfriedhofs sind nicht nur witzige Zeitzeugen, sondern auch wahre Meisterwerke traditioneller Handwerkskunst. Sie laden dazu ein, die Kunstfertigkeit vergangener Generationen zu bewundern und ein Stück Tiroler Geschichte hautnah zu erleben.
Ein Erlebnis für die ganze Familie
Der Museumsfriedhof bietet eine charmante Mischung aus Kultur, Geschichte und Unterhaltung. Besucher können die Inschriften lesen, die künstlerisch gestalteten Kreuze bewundern und dabei die alpine Landschaft genießen.
Praktische Informationen
Öffnungszeiten: Der Museumsfriedhof ist in der Regel von Frühling bis Herbst zugänglich. Genauere Zeiten sollten vorab überprüft werden.
Eintritt: Erhaltungskosten 4 Euro
Lage: Der Friedhof befindet sich in Kramsach, etwa 45 Minuten von Innsbruck entfernt. Parkplätze sind ausreichend vorhanden.
Hier gibt es etwas süßes
In dieser Ortschaft Kramsach gibt es außer den Lustigen Friedhof noch die originale Prügeltorte aus dem Brandenbergtal ist ein Festgebäck aus Eiern, Butter, Zucker und Mehl. Über offenem Feuer wird auf einem „Holzprügel“ der Teig Schicht für Schicht gebacken. Dadurch erhält die Prügeltorte ihr charakteristisches Aussehen. Es werden verschiedene Größen angeboten, sodass sich jeder seine Wunschgröße mitnehmen kann. Diese tolle Leckerei gibt es bei Prügeltorte Mader.

In Kramsach befindet sich das Museum Tiroler Bauernhöfe
Im Jahre 1974 wurde dieses Museum gegründet. Hier findet man diverse alte Bauernhäuser von Tirol. Auf einer Rundwanderung von etwa 4 Kilometern geht es hügelig weiter. Dann könnt ihr hier weiterlesen.

| Tiroler Bauernhöfe Adresse Angerweg 10 6233 Kramsach-Österreich Öffnungszeiten MÄRZ, APRIL, OKTOBER, NOVEMBER Täglich von 9.00 bis 17.00 letzter Einlass: 15.30 Mai bis September Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr letzter Einlass: 16.30 |
Reintalersee
Der Reintalersee kann schon mal bis zu 25 Grad erreichen. Und zählt zu den wärmsten Badeseen Tirols. Dieser ist in 3 Becken aufgeteilt. Wer gerne fischt, ist hier genau richtig; hier findet man genau die Ruhe dafür.
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Kathrin Fröhlich Als Reisebloggerin gebe ich euch Tipps für Ausflugsziele mit Naturerlebnissen





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