Wie wäre es mit einem Besuch im Museumsdorf Bayerischer Wald am Dreiburgensee in Tittling? Dieses Museumsdorf ist ein Dorf, wie es im Buche steht, und liegt in einer malerischen Umgebung des Bayerischen Waldes. Denn hier findet man einen Kramerladen mit einer Poststelle, kleine Kapellen, alte Bauernhäuser mit ihren Nebengebäuden und viele andere Sachen. Dadurch ist dies ein wunderbarer Ort, um historische Häuser zu bestaunen und diese mit ihren Ausstellungsräumen zu erkunden.

Der Gründer der Rotel-Tours, Georg Höltl, und seine Frau eröffneten 1972 das Hotel Dreiburgensee. Dadurch wurden sie auf die 500-jährige Rothaumühle bei Tittling aufmerksam und errichteten hier gemeinsam das Museumsdorf Bayerischer Wald, das 1974 eröffnet wurde. Sie sammelten über die ganzen Jahre hinweg die gesamten Häuser, wie sie heute dort zu finden sind. Und sie begaben sich auf die Suche nach den historischen Gegenständen aus dem bayerischen Raum. So bekommt man einen Eindruck davon, welche Geräte und Hilfsmittel den Leuten einst zur Verfügung standen.

Das Museumsdorf Bayerischer Wald ist gut ausgeschildert und verfügt über einen großzügigen kostenlosen Parkplatz. Von dort aus sind es nur ein paar Meter bis zu diesem Museumsdorf. Bereits vor dem Eingang befindet sich ein Informationsraum. Da erfahrt ihr, wie Georg Höltl im Jahr 1945 mit seinem rollenden Hotel (Rotel Tours) begonnen hat.

Inhaltsverzeichnis
- Öffnungszeiten Museumsdorf Bayerischer Wald
- Museumsdorf
- Napoleonhäusel
- Stadl für Kinder
- Der Getreidekasten der Familie Ebner
- Leibthumhaus vom Haselbauerhof
- Winklmaiergut
- Stadl von Josef Wenzel
- Stadel von der Sallersölde
- Schul- und Marktschreiberhaus
- Die Kapellen
- Backofen
- Fischergütl
- Ausstellung Bierkutsche
- Bier- und Wirtshauskultur
- Die Rothausmühle
- Ausstellungsstadl
- Leibthumhaus vom Haselbauerhof
- Kramerladen
- Spritzenhaus
- Stadl vom Böhmgütl
- Dreiburgensee
Wenn ihr dieses Museum besuchen möchtet, plant bitte genügend Zeit ein, um dieses Dorf, die Häuser und seine Ausstellungsräume bestaunen zu können. Wir haben für diese Sehenswürdigkeiten über 4 Stunden benötigt.
Öffnungszeiten Museumsdorf Bayerischer Wald
Das Museumsdorf hat von Ostern bis Ende Oktober, von Dienstag bis Sonntag, von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 7 Euro; Gruppen zahlen ab 16 Personen je Person 5 Euro. Kinder, Studenten und Schwerbehinderte: 5 Euro. Am Montag kann man von 10 bis 17 Uhr nur über das Drehkreuz auf das Museumsgelände gelangen. Der Eintritt am Montag kostet 2 Euro, was man passend dabei haben sollte, ob 2-mal 1 Euro oder 1-mal 2 Euro. An diesem Tag sind die Häuser leider geschlossen.
Museumsdorf
Auf einer Fläche von circa 25 Hektar könnt ihr über 150 Gebäude erkunden und bestaunen. Unter diesen Gebäuden befinden sich zahlreiche Bauernhöfe mit ihren dazugehörigen Nebengebäuden, welche aus dem niederbayerischen Raum stammen. Und es gibt Mühlen und Kapellen, welche zwischen den Jahren 1580 und 1890 erbaut worden sind.

Im Museumsdorf Bayerischer Wald findet ihr circa 50.000 Sammelstücke bäuerlicher Volkskunst mit ihren dazugehörigen Geräten und Werkzeugen.

Auf dem Gelände des Museumsdorfes zeigt es euch durch die Hinweisschilder den Rundweg an. Uns führte der Weg zu dem Napoleonhäusel.
Napoleonhäusel
Das Napoleonhäusel erhielt seinen Namen aufgrund der Einschusslöcher, die von den Geschossen der Napoleonsoldaten stammen sollen. Ursprünglich war es ein Getreidekasten, der etwas abseits des Wohnhauses stand. Um 1700 wurde es als Getreidekasten erbaut; im Jahre 1887 wurde das Erdgeschoss mit einer Stube sowie einer Kammerküche und einem Stadl erweitert.

In diesem Gebäude findet ihr ein paar Leiterwagen und die Küche. Und an der Außenwand seht ihr sehr gut die Einschusslöcher aus einstiger Zeit.



Im Jahr 1826 wurde die Kapelle Christus auf der Rast erbaut, und seit 1982 befindet sich die Kapelle im Museum. Der ursprüngliche Standort war bei der Gemeinde Thurmansbang. Am Sonntag nahmen die Leute aus Hals, Haufang und Tratzen am Gottesdienst in dieser Kapelle teil.

Stadl für Kinder
Es befindet sich sogar ein Stadl für Kinder in diesem Museumsdorf. Dort können sie das Haus mit ihren Spielgeräten für sich entdecken.


Der Getreidekasten der Familie Ebner
Hier bei diesem Getreidekasten seht ihr, wie sich das Fuhrwerk unter dem Getreidekasten befindet. Der Getreidekasten diente für das Heu oder Getreide.

Leibthumhaus vom Haselbauerhof
Wie schön ist es, wenn die Türen von diesen Häusern offen stehen, damit man diese Gebäude von innen betrachten kann.

So findet ihr hier eine Küche sowie eine Stube mit einer schönen alten Wiege.


Niederbayern ist bekannt und hat eine lange Tradition für seine Keramikproduktion, welche bis in das Mittelalter zurückreicht. So findet ihr hier in einem Stadl eine zahlreiche Auswahl an verschiedenen Produkten aus Keramik.

In Niederbayern gibt es auch eine lange Tradition der Glasherstellung. So könnt ihr die gesammelten Werke in einem Stadl betrachten und bestaunen.

Winklmaiergut
Das Winklmaiergut, bestehend aus Flur, Stube, Kammer, Stall und angrenzendem Stadel, wurde um das 18. Jahrhundert erbaut. Das Erdgeschoss wurde um das Jahr 1900 gemauert und das Obergeschoss blieb in der Blockbauweise erhalten. Im Jahr 1979 wurde das Winklmaiergut in das Museumsdorf übertragen.






Wie schön sind das gut erhaltene Sofa und die Wiege. In der Stube war es üblich, dass an der Wand ein Kreuz hing. Denn die Leute waren früher sehr religiös.


Stadl von Josef Wenzel
Dieses Stadl von Josef Wenzel bietet einen Raum für eine Ausstellung darüber, wie man einst und heute in der Landwirtschaft gearbeitet hat.



Stadel von der Sallersölde
Im Stadel von der Sallersölde könnt ihr das traditionelle Handwerk des Schusters betrachten.

Hier findet ihr eine faszinierende Sammlung von Arbeitsgeräten und Werkzeugen des Schusters. So bekommt ihr einen Einblick in die Arbeit und den Beruf des Schusters.



Wenn man zwischen den Häusern läuft, hat man immer wieder wunderbare Blicke auf die verschiedenen Ställe, welche alle anders aussehen.

Schul- und Marktschreiberhaus
Dieses Schul- und Marktschreiberhaus stammt aus dem niederbayerischen Simbach bei Landau und es wurde in den Jahren 1666 bis 1670 erbaut. Dies ist wohl die älteste Volksschule von Deutschland und diente zugleich als Schulhaus, Marktschreiberhaus, Wohnung des Lehrers (Marktschreibers und Schulmeisters) und barg zudem das Gefängnis für die Abstrafung geringer Vergehen.

Heute befindet sich die Schulstube im Obergeschoss und wurde anhand der noch gut erhaltenen Inventarlisten von 1706 eingerichtet. Man stellt sich vor, dass das Schulzimmer von 1670 bis 1780 der kulturelle Mittelpunkt war. Gewinnt man einen besonderen Eindruck von der Bedeutung dieses Raumes in diesem Museumsdorf?
So könnt ihr auch die ehemalige Schreibschrift an den Tafeln bestaunen. Auch hier findet ihr eine Stube, und es ist so spannend, wie unterschiedlich die Einrichtungsgegenstände zu der damaligen Zeit bereits gewesen sind.





Ein Blick vom Schulhaus hinauf zu dieser Hofkapelle Heilig Kreuz, welche aus den Jahren 1828 bis 1843 stammt. Und seit 1977 kann man diese Kapelle im Museumsdorf bestaunen.

Die Kapellen
So viele prächtige Kapellen zieren das Museumsdorf, und jede hat ihre eigene Geschichte.


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Im Bayerischen Wald gehören neben den Hof- und Dorfkapellen auch die Wallfahrtskapellen dazu.

Die im Jahr 1828 erbaute Wallfahrtskapelle Maria vom Guten Rat stammt aus Thierham.



An dem Inhaus vom Haasenhof könnt ihr dieses Arme-Christi-Kreuz an der Fassade des Hauses betrachten. Die Gegenstände beruhen nach der Bibel auf der Passion Jesu.


Backofen
Das Museumsdorf beherbergt 12 verschiedene Backöfen. Zwei davon sind als frei stehende Backöfen zu bewundern, die auf dem gesamten Gelände ihren Platz gefunden haben. Um 1700 wurden solche Backöfen aufgrund der erhöhten Brandgefahr als freistehende Gebäude errichtet.


Fischergütl
Hier im Fischergütl könnt ihr unter anderem das Schlafzimmer und die historischen Mangel bestaunen.



Mir gefallen die Häuser sehr gut, und ein paar einzelne davon haben sogar einen Brunnen davor stehen.

Ausstellung Bierkutsche
Früher waren die Pferde sehr wichtig für die Bauern. Sie waren hervorragende Arbeitstiere, denn sie zogen die Wagen und Pflüge.



Dies wird in diesem Museum die Bedeutung der Pferde und ihres Zubehörs ausgiebig präsentieren.

Hier könnt ihr euch die verschiedenen Pferdekämme ansehen.

Bier- und Wirtshauskultur
Im Jahr 2016 wurde das bayerische Reinheitsgebot 500 Jahre alt. So war es eine Aufgabe, zu diesem Anlass in diesem Museumsdorf Bayerischer Wald im Fleckweberhütl und in 2 weiteren Häusern eine Ausstellung über die Geschichte des Bieres zu präsentieren. So findet ihr von der Herstellung des Bieres und des Schnaps ihre dazugehörigen Braukessel. Und in einem Gebäude findet ihr Bierkrüge und Biergläser.





Zu damaliger Zeit wurde früher bereits Obst und Marmelade eingeweckt, damit die Leute im Winter etwas Abwechslung zum Essen hatten.




Hier könnt ihr auch die ehemaligen Grabsteine betrachten.

Die Rothausmühle
Nun sind wir an der Rothausmühle angekommen, dem Haus, mit dem das Museumsdorf Bayerischer Wald begonnen hatte. Hier findet ihr in den zahlreichen Vitrinen die religiöse Volkskunst. Welche aus dem Bayerischen Wald und den angrenzenden Regionen wie Böhmen und Österreich stammen. Da findet ihr die Kunstwerke und Artefakte aus dem 18./19. und des frühen 20. Jahrhunderts.



Ihr könnt sogar im ersten Stock der Rothausmühle direkt zum Mühlenrad durchgehen.


Ausstellungsstadl
In diesem Museumsdorf Bayerischer Wald findet ihr alte Kinderwagen, Kinderbetten, Türen, Vogelkäfige und sogar könnt ihr in den Vitrinen alte Mausefallen betrachten.






Schaut man hin, wie sie früher mit diesen Schlitten sich fortbewegt haben und auch hier findet ihr alte Holztüren. Die Schlitten wurden auch benötigt, um ins Holz zu fahren.

Leibthumhaus vom Haselbauerhof
Der Haselbauerhof im Museumsdorf Bayerischer Wald präsentiert die historische Lebensweise und die Architektur dieser Region.

Hier könnt ihr die Küche und die Wohnstube mit ihren historischen Möbeln sowie verschiedene Arbeitsräume bestaunen.


Hier seht ihr ein typisches Holzhaus in Blockbauweise mit einer eigenen Kapelle, da die Höfe etwas abseits der Ortschaften lagen.

Dieses Gebäude wird als Duchetsmann oder Wagnergut genannt, welches im Jahr 1779 erbaut worden ist. Hier findet ihr eine Ausstellung über den Beruf des Wagnerhandwerkes aus dem 19. und 20. Jahrhundert mit einer dazugehörenden Stube.



Kramerladen
Wie schön war es wohl, in dem einstigen Kramerladen, die Produkte des täglichen Bedarfs einzukaufen. Dies war in den ländlichen Gebieten üblich, in so einem Kramerladen einzukaufen und mit anderen Dorfbewohnern ins Gespräch zu kommen.
In der Poststelle kann man die einstigen Arbeitsgeräte bestaunen.




Das Kramerleibthumhäusel finde ich unten schön urig, mit der gemauerten Wand und dem Obergeschoss, das aus Holz besteht.


Was sind das für tolle Kutschen und Wagen in dem Inhaus vom Wenzelhof? Vom Krankenwagen angefangen und dem Leichenwagen, das, was man sich heute gar nicht mehr vorstellen kann. Und es gibt einen Raum, in dem Porzellan ausgestellt wird.






Jetzt findet ihr ein paar Impressionen von den verschiedenen Häusern, bevor es weitergeht mit dem Spritzhaus.



Spritzenhaus
Im Spritzenhaus dreht sich, wie der Name schon verrät, alles um die Feuerwehr. So könnt ihr die alten Feuerwehrgeräte bestaunen. Der Name Spritzenhaus entstand im 18. und 19. Jahrhundert, als die Notwendigkeit für die organisierte Feuerwehr wuchs.



Stadl vom Böhmgütl
Im Stadl vom Böhmgütl gibt es zum Beispiel ein schönes Oldtimer-Feuerwehrauto zum Bestaunen. Des Weiteren findet ihr weitere originelle Oldtimerfahrzeuge, darunter einen typischen Linienbus.





Über der kleinen Brücke geht es zu der alten Hammerschmiede, die wir als Nächstes ansehen werden.

Ganz idyllisch am Rande des Museumsdorfes findet ihr die Hammerschmiede.

In der Hammerschmiede könnt ihr die traditionelle Handwerkskunst des Schmiedes erleben. Die Hammerschmiede waren wichtige Produktionsstätten für Werkzeuge und landwirtschaftliche Geräte. Da die Hammerschmiede mit Wasserkraft angetrieben wird, fließt der Bach Kleine Ohe direkt am Gebäude vorbei und treibt das Wasserrad an.




Natürlich kann man in diesem Museumsdorf das Alter der Baumstämme zählen. Aber es ist nicht ganz so einfach bei dieser Dicke der Stämme.

In einem 300 Jahre alten Stadl findet ihr alte Bienenkörbe, Strohkörbe sowie Honigschleudern samt ihrer Kleidung der Imker aus den früheren Zeiten.




Direkt am Eingang des Museumsdorfes befindet sich das Gasthaus Mühlhiasl. Dieses Gasthaus hat von Donnerstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Da man auch im Museumsdorf heiraten kann, bietet es sich an, im Gasthaus Mühlhiasl zu feiern. Hier findet ihr weitere Informationen über dieses Gasthaus.
Dreiburgensee
Das Ferienhotel Dreiburgensee bietet sich ideal für Übernachtungsgäste an, da es nur ein paar hundert Meter von diesem Gasthaus entfernt liegt. Hier findet ihr weitere Informationen über dieses Ferienhotel. Der Dreiburgensee, nur ein paar Meter vom Hotel entfernt, lädt in den warmen Monaten zum Baden ein.

Zur Rotel-Unternehmungsgruppe gehören auch das Hotel Wilder Mann, das Rotel Inn sowie das Glasmuseum in Passau.
Hier findet ihr weitere Ausflugsziele.
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Kathrin Fröhlich Als Reisebloggerin gebe ich euch Tipps für Ausflugsziele mit Naturerlebnissen




