Das Spatenbräufilz sowie der Eglinger und der Ascholdinger Filz bei Egling gehören zu den beeindruckendsten Moorlandschaften im bayerischen Voralpenland. Zwischen ruhigen Wegen, kleinen Wasserflächen und weitläufigen Moorgebieten entfaltet sich hier eine besondere Naturlandschaft, die mit ihrer Stille und Ursprünglichkeit begeistert. Wo früher Torf gestochen wurde, entstand durch die Renaturierung wieder ein wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Heute laden die Filze zu entspannten Spaziergängen durch eine faszinierende Landschaft ein, in der knorrige Birken, moosbedeckte Flächen und spiegelnde Moorseen für eine nahezu mystische Atmosphäre sorgen.

Eglinger/Ascholdinger Filz
Das Eglinger/Ascholdinger Filz ist ein rund 200 Hektar großer Moorkomplex südlich von München, in dem bis 1977 noch Torf abgebaut wurde. Heute steht das Gebiet für Renaturierung und Klimaschutz, denn durch die Wiedervernässung kann das Hochmoor wieder CO₂ speichern und sich langsam regenerieren. Gleichzeitig ist das Filz ein stilles Naturgebiet, das besonders durch seine ursprüngliche Landschaft beeindruckt.

Für unseren etwa fünf Kilometer langen Rundweg sucht man allerdings vergeblich nach Hinweisschildern. Deshalb lohnt es sich, die Strecke vorab auf einer Karte anzusehen. Unser Ausgangspunkt war in Ascholding an der Schlossstraße, Ecke „Am Holz“. Von dort aus folgten wir zunächst dem Weg Am Holz bis zum Alten Holzwirt Ascholding. Dort bogen wir rechts ab und gingen auf dem breiten Forstweg weiter.

Am Wegkreuz hielten wir uns erneut rechts und schon nach kurzer Zeit bemerkten wir, dass wir mitten im Moorgebiet angekommen waren. Der breite Weg wurde schmaler und verwandelte sich zunehmend in einen kleinen Trampelpfad. Kleine Tümpel, Birken, Kiefern und niedrige Sträucher prägten nun die Landschaft und sorgten für eine ganz besondere Atmosphäre. Gerade dieser naturbelassene Abschnitt machte den Rundweg besonders abwechslungsreich.

Schließlich erreichten wir das ehemalige Torfwerk. Noch heute sind dort die Spuren aus der Zeit des Torfabbaus sichtbar und erinnern daran, wie stark das Moor früher wirtschaftlich genutzt wurde. Gleichzeitig zeigt sich hier eindrucksvoll, wie sich die Natur viele Bereiche langsam zurückerobert.
Torfwerk
Vom Torfwerk aus ging es wieder auf einem Forstweg weiter bis zur Straße St2072. Dort bogen wir rechts ab, bis schließlich auf der rechten Seite der Weg Richtung Reiterhof Mooshof abzweigte. Diesem folgten wir gemütlich zurück zu unserem Ausgangspunkt in Ascholding.

Der Rundweg durch das Eglinger/Ascholdinger Filz ist keine klassische Wanderung mit Aussichtsgipfeln oder Einkehrmöglichkeiten, sondern vielmehr eine ruhige Tour durch eine besondere Moorlandschaft. Gerade die stillen Wege, die naturbelassenen Pfade und die abwechslungsreiche Vegetation machen den Reiz dieser Wanderung aus.


Rundwanderung durch das Spatenbräufilz zum Mooshamer Weiher
Eine abwechslungsreiche Wanderung durch Moorlandschaften, lichte Wälder und stille Natur führt durch das Spatenbräufilz bei Egling. Mit einer Länge von 5,86 Kilometern eignet sich der Rundweg hervorragend für einen entspannten Ausflug in die Natur. Für die gesamte Strecke benötigten wir gemütliche 2 Stunden und 25 Minuten, sodass genügend Zeit blieb, die Landschaft zu genießen und immer wieder kleine Pausen einzulegen.

Unser Startpunkt befand sich an der Tölzer Straße an der Ecke Torfwerk. Von dort aus überquerten wir die Straße und begannen die Wanderung auf der gegenüberliegenden Straßenseite. In Fahrtrichtung Egling führte der Einstieg auf der rechten Seite direkt auf einen breiten Forstweg. Dieser zog sich zunächst leicht bergauf und führte durch einen ruhigen Waldabschnitt. Bereits hier konnten wir die angenehme Stille der Natur genießen, die nur vom Zwitschern der Vögel begleitet wurde.
Zum Spatenbräufilz
Wir folgten dem Forstweg einige Zeit, bis wir eine kleine Lichtung erreichten. Dort zweigte auf der linken Seite ein schmaler Trampelpfad ab, der uns tiefer in den Wald führte. Dieser naturbelassene Abschnitt verlieh der Wanderung einen besonderen Reiz. Zwischen hohen Bäumen schlängelte sich der Pfad durch den Wald, bevor er schließlich wieder auf einen breiteren Forstweg weiterging.

Dem Forstweg folgten wir einige hundert Meter, bis sich auf der rechten Seite die Abzweigung in das Spatenbräufilz zeigte. Nun begann der landschaftlich besonders interessante Teil der Wanderung. Das Spatenbräufilz ist eine wertvolle Moorlandschaft, die zahlreichen Pflanzen- und Tierarten Lebensraum bietet. Wie zum Beispiel das Wollgras, der Sonnentau, der Kreuzotter und die große Moosjungfer. Die Wege führen durch eine stille und ursprüngliche Natur, die sich deutlich von den zuvor durchquerten Waldabschnitten unterscheidet.

Mooshamer Weiher
Wir folgten dem Weg durch das Moorgebiet und erreichten schließlich den idyllisch gelegenen Mooshamer Weiher. Das ruhige Gewässer lädt zum Verweilen ein und bietet einen schönen Platz für eine kurze Rast. Besonders an windstillen Tagen spiegeln sich die umliegenden Bäume im Wasser und schaffen eine beeindruckende Atmosphäre.

Nach dem Aufenthalt am Weiher führte unsere Route noch einmal ein Stück zurück in das Spatenbräufilz. Dabei bot sich erneut die Gelegenheit, die besondere Moorlandschaft aus einer anderen Perspektive zu erleben. Mit etwas Glück lassen sich hier sogar die Heideschnucken beobachten, die zur Pflege der wertvollen Heide- und Moorflächen eingesetzt werden. Die genügsamen Tiere tragen dazu bei, dass die offene Landschaft erhalten bleibt und seltene Pflanzenarten weiterhin gedeihen können.

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Kathrin Fröhlich Als Reisebloggerin gebe ich euch Tipps für Ausflugsziele mit Naturerlebnissen




















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