Mitten im Herzen des Schwarzwalds befindet sich die Gemeinde Gutach mit ihren rund 2300 Einwohnern. Gutach ist eine von drei Gemeinden, in denen der Bollenhut seit dem 18. Jahrhundert zur Tracht der evangelischen Frauen dazugehört.
In Gutach befindet sich zudem das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof, welches im Jahr 1964 gegründet wurde. In diesem Museum bekommt ihr einen umfassenden Einblick in das ländliche Leben der Leute des Schwarzwaldes aus den vergangenen Jahrhunderten.

Wer mit dem Auto anreist, dem steht ein großer Parkplatz zur Verfügung. Selbstverständlich kann man auch mit dem Zug anreisen. Denn das Schwarzwälder Freilichtmuseum hat einen eigenen Bahnhof. Man benützt den SWE RB20; dieser Zug fährt von Hausach in Richtung Freudenstadt und wieder zurück. Und wenn man eine Gästekarte vom Schwarzwald besitzt, kann man sogar die Bahn kostenlos benutzen.
Die originalen Schwarzwälder Bauernhäuser stammen aus dem 16. bis zum 19. Jahrhundert. Diese wurden sehr behutsam restauriert, um ihren historischen Zustand beizubehalten. So findet ihr neben den typischen Bauernhäusern auch Mühlen, ein Sägewerk und eine Kapelle. In den Innenräumen findet ihr die einstigen Werkzeuge, die Möbel und die Haushaltsgegenstände.
Führungen und Veranstaltungen
Das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof organisiert das ganze Jahr über verschiedene Veranstaltungen. Am besten schaut ihr zu, Stand zu sein.

Es werden ebenfalls Führungen durch das Schwarzwälder Freilichtmuseum angeboten. Täglich werden freie Führungen um 14.30 Uhr durchgeführt und im August gibt es zusätzlich um 11.30 Uhr eine freie Führung durch das Museum.
Zudem werden Mühlenvorführungen täglich um 11, 12:30 und 14 Uhr durchgeführt. Des Weiteren gibt es die täglich wechselnde Handwerksvorführung von Mai bis September von 11 Uhr bis 17 Uhr. Die offene Werkstatt für Familien kann an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 16 Uhr besichtigt werden und es kann selbst Hand angelegt werden.
Für die Vorführung werden die historischen Klotz- und Protzsägen an Sonn- und Feiertagen um 13 Uhr in Schwung gesetzt. An den Sonn- und Feiertagen von Mitte Mai bis Mitte September können die wunderschönen Bollenhuttrachten von 13 bis 15.30 Uhr bestaunt werden. Die Sonderführungen und die Heuboden-Akademie werden an Sonn- und Feiertagen um 11 Uhr zu den ausgewählten Terminen durchgeführt.

Falkenhof
Der Falkenhof wurde im Jahr 1737 errichtet, und heute wird der Falkenhof. So präsentiert, wie die letzten Bewohner ihn im Jahr 1844 verlassen haben. Trotzdem wurde der Falkenhof noch bis 1976 als Wirtschaftsgebäude genutzt.






Wir durften bei der Herstellung von Strohschuhen zusehen, welche auch zum Kauf angeboten werden.

Hippenseppenhof
Der Hippenseppenhof wurde im Jahr 1599 erbaut. Und es ist ein herausragendes Beispiel für den traditionellen, ältesten nachweisbaren Schwarzwälder Haustyp und repräsentiert den Firstständerbau. Diese Bauweise, die zu den ältesten im Schwarzwald zählt, zeichnet sich durch mehrere charakteristische Merkmale aus. Die Firstständerbauweise, die Dachkonstruktion. Welche weit ausladend und steil geneigt ist, um die darunterliegenden Wände und Eingänge zu schützen. Und dass im Winter der Schnee besser abgeleitet wird, denn der Schwarzwald ist eines der schneereichsten Gebiete.


Hofkapelle
Die Hofkapelle des Hippenseppenhofes stammt aus dem Jahr 1736. Solche Kapellen spiegeln die religiöse und kulturelle Bedeutung in den ländlichen Gemeinden des Schwarzwaldes wider.

Hochschwarzwälder Speicher 1590
Hier könnt ihr sogar ein paar alemannische Wörter kennenlernen. Wisst ihr, dass unverheiratete Frauen den roten Bollenhut tragen? Und die Verheiratete trägt den schwarzen Bollenhut. Die historischen Kutschen und Pferdeanhänger wurden für den Transport von Produkten und Menschen benötigt.








Tadelöhnerhaus 1730
Das Tagelöhnerhaus wurde im Jahr 1819 erbaut. Und sie verdienten ihr Einkommen durch ihre Arbeit als Weber, Waldarbeiter und Tagelöhner. Im Jahr 1993 zog der letzte Bewohner aus dem Haus. Und so ging das Haus in den Besitz des Museums samt der gesamten Inneneinrichtung. Angefangen bei den Möbeln über das Geschirr bis hin zur Wäsche wurde alles komplett übernommen. So kann man die Bescheidenheit der Wohnsituation betrachten und sehen. Dass die Räumlichkeiten zweckmäßig eingerichtet waren.





Hotzenwaldhaus
Im Jahr 1756 wurde dieses Hotzwaldhaus erbaut und heute können die Kinder auf dem Dachboden sich austoben. Hier kommen die Erinnerungen aus der eigenen Kindheit wieder hervor. Denn hier befinden sich zum Beispiel das Kasperle-Theater, das Märchenzimmer und ein Schattenspiel.


Vogtsbauernhof
Der Vogtsbauernhof ist das einzige Haus, welches an seinem Originalstandort zu finden ist und im Jahr 1612 erbaut worden ist. Seit 1964 ist es für Besucher zugänglich gemacht worden und so entstand das Schwarzwälder Freilichtmuseum. Dieser Vogtsbauernhof wurde um 1612 erbaut.







Hermann Schilli Haus
Der Gründer des Schwarzwälder Freilichtmuseums, Hermann Schilli, ließ dieses Haus im Jahr 1980 erbauen. Heute kann man hier eine Dauerausstellung zur Wohnkultur in den 80er-Jahren bestaunen.

Back- und Brennhaus
Ein frisches Brot aus einem traditionellen Backhaus ist ein wahrer Genuss und bietet eine besondere kulinarische Erfahrung. Die ist mit modernen Backmethoden kaum zu vergleichen. Das historische Back- und Brennhaus von 1870 im Schwarzwälder Freilichtmuseum bringt diese Traditionen auf einer beeindruckenden Weise zur Geltung.

Kinzigtäler Speicher mit der Backhütte
Im Jahr 1601/1746 wurde der Kinzingtäler Speicher erbaut. Darin läuft der Film „Moritat vom irren Severin“. Die Backhütte ist ein weiterer Backofen im Schwarzwälder Freilichtmuseum.


Hochgangsäge
Wie findet ihr diese alte Hochgangsäge aus dem Jahr 1826.

Hammerschmiede, Ölmühle
Wie schön ist es, wenn man solche wunderschönen gut erhaltenen Werkzeuge entdecken kann. Von der Hammerschmiede bis zur Ölmühle.


Zudem könnt ihr diese Häuser auf dem 7 Hektar großen Gelände besichtigen. Das Schlössle von Effringen aus dem Jahr 1407. Sowie das Ortenauhaus aus dem Jahr 1775. Der Lorenzhof von 1608, der Gutacher Speicher von 1606/1626, die Klopf- und Plotzsäge von 1673, die Hausmahlmühle von 1609 und der Lorenzenhof mit dem Ortenauhaus. Wir benötigten circa 3 Stunden, um diese tollen Häuser zu besichtigen.
Grenzsteine
Wie originell sehen diese alten Grenzsteine aus? Die kennzeichnet den Grenzpunkt einer Flurstücksgrenze.

Meistens waren die Bauern Selbstversorger, so wurde ein Großteil ihrer Nahrung selbst im Garten angebaut. Im Garten waren Kartoffeln, Karotten, Kohl, Bohnen und Rüben zu finden. Zudem durfte der Kräutergarten nicht fehlen, wie Petersilie, Schnittlauch, Thymian, Rosmarin und Salbei.



Natürlich darf so ein Plumpsklo nicht fehlen. Diese Latrine, wie sie auch genannt wird, war meistens im Hof und in einer einfachen Holzhütte untergebracht.

Kennt ihr Dorotheehütte in Wolfach? Oder möchtet ihr gerne die Eisriesenwelt in Werfen besichtigen?
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