Die Rehbachklamm in Scheffau am Wilden Kaiser ist eine abwechslungsreiche Wanderung, die Natur, Wasser, alpine Landschaft und ein kleines Stück Geschichte miteinander verbindet. Die Tour führt zunächst gemütlich am Rehbach entlang und wird im weiteren Verlauf zunehmend anspruchsvoller und belohnt einen am Ende mit einem herrlichen Blick auf die umliegenden Almwiesen, die Hinterschießlingalm und das imposante Bergmassiv des Wilden Kaisers.

Anreise und Ausgangspunkt der Rehbachklamm
Scheffau am Wilden Kaiser erreicht man je nach Anfahrtsrichtung entweder über St. Johann in Tirol oder über Wörgl. Für die Wanderung bietet sich der kostenlose Parkplatz in der Nähe der Kirche in Scheffau als Ausgangspunkt an.
Vom Parkplatz aus geht es zunächst etwa 800 Meter bergauf. Die Strecke führt entlang der Straße, bis man auf der rechten Seite den Eingang zur Rehbachklamm erreicht. Schon hier bekommt man einen ersten Eindruck von der idyllischen Umgebung. Der Wald wird dichter und das Rauschen des Rehbachs begleitet uns auf unserem weiteren Weg.
Durch den unteren Teil der Rehbachklamm
Am Beginn der Klamm führt der Weg zunächst ein kurzes Stück bergab, bis wir den Rehbach erreichen. Von hier an verläuft der Wanderweg direkt am Wasser entlang. Dieser erste Abschnitt ist noch relativ gemütlich und eignet sich wunderbar, um die besondere Atmosphäre der Klamm auf sich wirken zu lassen.

Nach und nach wird der Weg abwechslungsreicher. Die ersten Stufen führen den Berg hinauf und die Landschaft wird zunehmend ursprünglicher. Der Wanderweg schlängelt sich durch den Wald und immer wieder sorgen Baumwurzeln, Felsbrocken und schmale Stege für kleine Herausforderungen.

Mehrmals überqueren wir den Rehbach an den Brücken. Das Wasser rauscht unter uns talwärts, während sich links und rechts die steilen bewaldeten Hänge der Klamm erheben. Gerade dieser Wechsel zwischen ruhigen Wegabschnitten, kleinen Anstiegen, Brücken und schmalen Passagen macht die Wanderung so abwechslungsreich.

Je weiter wir in die Rehbachklamm hineingehen, desto stärker verändert sich auch der Charakter der Wanderung. Aus dem zunächst gemütlichen Spazierweg wird allmählich ein richtiger Bergweg.

Vom Bach zum Parkplatz Gaisberg
Nach dem ersten abwechslungsreichen Abschnitt verlassen wir für ein Stück den unmittelbaren Verlauf des Baches. Der Weg führt nun über einen Schotterweg bis zum Parkplatz Gaisberg. Dieser Abschnitt bietet eine gute Gelegenheit, kurz durchzuatmen und die bisherigen Eindrücke der Klamm Revue passieren zu lassen.

Doch die Wanderung ist hier noch lange nicht vorbei. Hinter dem Parkplatz Gaisberg beginnt der anspruchsvollere Teil der Rehbachklamm.

Der anspruchsvollere Abschnitt der Rehbachklamm
Nun wird der Weg deutlich alpiner. Der weitere Verlauf führt über einen alpinen Wanderweg und erfordert etwas mehr Aufmerksamkeit und Trittsicherheit. Der Untergrund ist stellenweise uneben und die Strecke führt über Felsen, Wurzeln und schmale Passagen.

Besonders interessant ist der historische Bergbaustollen, an dem der Weg vorbeiführt. Der Stollen stammt aus dem 16. Jahrhundert und erinnert daran, dass die Rehbachklamm nicht nur landschaftlich, sondern auch geschichtlich einiges zu erzählen hat.


Am Eingang des Stollens befindet sich ein Lichtschalter. Dadurch besteht die Möglichkeit, die ersten Meter des alten Bergwerks selbst zu erkunden. Dabei sollte man allerdings vorsichtig sein und nicht zu weit in den Stollen hineingehen. Der niedrige und zunehmend enge Bereich ist nicht mit einem regulären Wanderweg vergleichbar. Ein kurzer Blick in den historischen Stollen vermittelt bereits einen spannenden Eindruck von der Geschichte des Ortes.

Danach geht es wieder zurück auf den Wanderweg und weiter durch die Rehbachklamm. Der Weg führt immer weiter bergauf, während sich die Landschaft langsam verändert. Der enge Wald der Klamm wird allmählich offener und die ersten Almwiesen kündigen das Ende der Schlucht an.

Herrlicher Ausblick am Ende der Klamm
Am Ende der Rehbachklamm öffnet sich die Landschaft. Statt dichter Wälder und steiler Felswände erwarten uns nun weitläufige Almwiesen.

Hier bietet sich ein besonders schöner Blick auf die Hinterschießlingalm und auf den Wilden Kaiser. Nach dem teilweise anspruchsvolleren Weg durch die Klamm ist dieser offene Landschaftsabschnitt eine schöne Belohnung.
Je nach Wetter und persönlicher Kondition kann man die Wanderung hier noch verlängern und zur Hinterschießlingalm weitergehen. Dort besteht die Möglichkeit, einzukehren, sich zu stärken und bei einem Getränk eine gemütliche Pause einzulegen. Gerade nach dem Aufstieg durch die Klamm bietet sich eine solche Rast an.
Rückweg nach Scheffau
Für den Rückweg ging es von der Hinterschießlingalm beziehungsweise dem oberen Bereich der Rehbachklamm über einen Forstweg wieder zurück in Richtung Scheffau am Wilden Kaiser.
Im Vergleich zum teilweise schmalen und alpinen Weg durch die Klamm ist der Rückweg deutlich gemütlicher. Über den Forstweg kann man die Eindrücke der Wanderung noch einmal auf sich wirken lassen und den Blick auf die umliegende Berglandschaft genießen.
Schließlich erreichen wir wieder Scheffau und unseren Ausgangspunkt an der Kirche.
Zusammenfassung Rehbachklamm
Die Wanderung durch die Rehbachklamm ist eine sehr abwechslungsreiche Tour, auf der man auf relativ kurzer Strecke ganz unterschiedliche Landschaften erleben kann. Vom gemütlichen Weg direkt am Rehbach über wurzelige Waldwege, Felsen, Brücken und schmale Stege bis hin zum alpinen Wanderweg ist alles dabei.

Ein besonderes Highlight ist der historische Bergbaustollen aus dem 16. Jahrhundert. Gleichzeitig sorgen das Wasser des Rehbachs und die natürliche Umgebung für eine beeindruckende Atmosphäre. Am Ende der Klamm warten mit den Almwiesen und dem Blick auf die Hinterschießlingalm und den Wilden Kaiser ein weiterer Höhepunkt der Tour.

Wir waren gemütlich unterwegs und benötigten für die gesamte Wanderung rund drei Stunden. Insgesamt kamen wir auf etwa sieben Kilometer.

Alles in allem ist die Wanderung durch die Rehbachklamm eine schöne und abwechslungsreiche Tour für alle, die eine Kombination aus Bach, Schlucht, Wald, alpinem Gelände und beeindruckender Bergkulisse suchen. Besonders der ständige Wechsel der Landschaft macht die Wanderung interessant – und spätestens beim Blick auf den Wilden Kaiser am Ende der Klamm weiß man, warum sich der Aufstieg gelohnt hat.
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Kathrin Fröhlich Als Reisebloggerin gebe ich euch Tipps für Ausflugsziele mit Naturerlebnissen




