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Die Klosterruine Hirsau: Geschichte und Romantik im Nordschwarzwald

Die Klosterruine Hirsau im Nordschwarzwald zählt zu den eindrucksvollsten historischen Anlagen Baden-Württembergs. Eingebettet im Nagoldtal, nur wenige Gehminuten vom Ortskern entfernt. Eröffnet sich Besuchern ein Ort, der Geschichte, Architektur und Spiritualität auf besondere Weise verbindet? Gemeinsam mit dem Museum Hirsau lässt sich hier die große Bedeutung des ehemaligen Benediktinerklosters anschaulich nachvollziehen.

Klosterruine Hirsau
Klosterruine Hirsau Peter Paul Kloster Innenhof

Ein Kloster von europäischem Rang

Das Kloster Hirsau war im Mittelalter eines der einflussreichsten Reformklöster Europas. Vor allem im 11. und 12. Jahrhundert erlangte es große Bedeutung, als von hier aus die sogenannte Hirsauer Reform ihren Ausgang nahm. Diese stand für strenge Ordensregeln, geistige Erneuerung und eine klare Abkehr von weltlichem Einfluss, ein Gedanke, der zahlreiche Klöster im deutschsprachigen Raum prägte.

Heute sind von der einst weitläufigen Klosteranlage vor allem die Ruinen der spätromanischen Aureliuskirche und der großen Klosterkirche St. Peter und Paul erhalten. Besonders eindrucksvoll sind die massiven Mauern, Rundbögen und Säulenreste, die einen guten Eindruck von der monumentalen Größe des Klosters vermitteln. Beim Rundgang über das Gelände lässt sich leicht erahnen, welche architektonische und geistige Bedeutung dieser Ort einst hatte.

Klosterruine Hirsau
Kreuzgang

Ein Spaziergang durch die weitläufige Anlage der Klosterruine Hirsau ist nicht nur ein Ausflug in die Vergangenheit, sondern auch ein Ort der Ruhe und Inspiration. Zwischen den alten Mauern, den Wiesen und den hohen Bäumen lässt es sich wunderbar verweilen. Im Sommer finden hier zudem kulturelle Veranstaltungen und Konzerte statt, die der Ruine neues Leben einhauchen.

Klosterruine Hirsau
Das Jagdschloss

Das Jagdschloss Hirsau

Direkt neben der Klosterruine erhebt sich das barocke Jagdschloss Hirsau. Es wurde im 16. Jahrhundert von Herzog Christoph von Württemberg errichtet. Und diente den Herzögen als repräsentatives Domizil während der Jagd im Schwarzwald. Das Schloss steht im deutlichen Kontrast zur mittelalterlichen Klosterruine. Hier zeigt sich der Glanz des Barocks mit eleganten Fassaden und harmonischen Proportionen.

Klosterruine Hirsau
Jagdschloss

Heute wird das Jagdschloss für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Besonders bekannt sind die Klosterspiele Hirsau, die jeden Sommer zahlreiche Besucher anlocken. In der stimmungsvollen Kulisse der Klosterruine finden Konzerte, Theateraufführungen und andere Veranstaltungen statt.

Peter- und Paulskirche bei der Klosterruine Hirsau

Die Peter- und Paulskirche, die zwischen 1082 und 1091 errichtet wurde. Gehörte einst zu den größten romanischen Kirchen nördlich der Alpen. Mit einer Länge von über 90 Metern beeindruckte sie durch ihre schlichte, aber monumentale Bauweise.

Klosterruine Hirsau

Der Niedergang setzte mit der Reformation ein und fand im Pfälzischen Erbfolgekrieg seinen tragischen Höhepunkt. Im Jahr 1692 wurde das Kloster von französischen Truppen zerstört. Seitdem ist die Kirche eine Ruine, doch gerade diese Überreste strahlen eine besondere Würde und Faszination aus.

Klosterruine Hirsau

Architektur und heutige Eindrücke

Auch wenn nur noch Teile erhalten sind, lassen die mächtigen Grundmauern, Pfeilerreste und Fensteröffnungen die Dimensionen der einstigen Klosterkirche erahnen. Besonders eindrucksvoll ist der Blick durch die hohen Fensterbögen in den offenen Himmel, ein Moment, der fast mystisch wirkt.

Klosterruine Hirsau
Peter- und Paulskirche bei der Klosterruine Hirsau der Kreuzgang

Beim Rundgang durch das Areal entdeckt man zudem weitere eindrucksvolle Zeugnisse der Vergangenheit. Darunter das ehemalige Peter- und Paulskloster, den markanten Eulenturm und verschiedene Überreste der Klostergebäude.

Klosterruine Hirsau
Eulenturm

Die Marienkapelle bei der Klosterruine Hirsau

Direkt neben der eindrucksvollen Klosterruine Hirsau steht die Marienkapelle, eines der ältesten erhaltenen Gebäude der Anlage. Sie wurde im 11. Jahrhundert als Friedhofskapelle errichtet und entwickelte sich später zu einem bedeutenden Wallfahrtsort.

Klosterruine Hirsau
Marienkapelle

Mit ihren dicken Mauern, den kleinen romanischen Fenstern und der schlichten Bauweise strahlt sie bis heute eine besondere Ruhe aus. Im Inneren herrscht eine stille, fast meditative Atmosphäre, ein schöner Kontrast zu den offenen Ruinen des Klosters.

Wer in der Region unterwegs ist, sollte den Besuch der Klosterruine Hirsau unbedingt mit einem Bummel durch die Altstadt von Calw, der Geburtsstadt von Hermann Hesse, verbinden.

Museum Hirsau: Geschichte anschaulich erklärt

Ergänzt wird der Besuch der Klosterruine durch das Museum Hirsau, das sich in unmittelbarer Nähe der Anlage befindet. Das Museum bietet einen fundierten und zugleich verständlichen Einblick in die Geschichte des Klosters, das Leben der Mönche sowie die architektonische Entwicklung der Anlage.

Modelle, Schautafeln und Exponate veranschaulichen, wie das Kloster ursprünglich aufgebaut war und welche Rolle es im religiösen, politischen und kulturellen Leben des Mittelalters spielte. Besonders hilfreich ist das Museum für Besucher, die sich vor oder nach dem Rundgang ein besseres Gesamtbild der Anlage verschaffen möchten. Die Kombination aus Ruinenbesichtigung und Museumsbesuch macht Geschichte hier greifbar.

Tipp: Der Eintritt in die Klosterruine ist frei und die Anlage ist jederzeit zugänglich.

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Die Wimsener Höhle auf der Schwäbischen Alb

Die Wimsener Höhle auf der Schwäbischen Alb ist ein außergewöhnliches Naturerlebnis und Teil des UNESCO Global Geoparks Schwäbische Alb. Sie zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher an, denn sie gilt als die einzige mit dem Boot befahrbare Wasserhöhle Deutschlands. Eine Fahrt hinein in die geheimnisvolle Unterwelt bietet ein eindrucksvolles Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst.

Wimsener Höhle
Eingang zur Höhle

Wimsener Höhle

Eingebettet mitten im idyllischen Biosphärengebiet Schwäbische Alb bei Hayingen schlummert dieses Naturwunder. Der Eingang der Höhle liegt direkt am Wasser und nur per Boot kann man die ersten rund 70 Meter des unterirdischen Flusses erkunden. Während der Fahrt gleitet man in die geheimnisvolle Dunkelheit hinein, vorbei an Tropfsteinformationen und Gesteinswänden, die im Licht der Lampen geheimnisvoll schimmern. Insgesamt erstreckt sich das Höhlensystem mehrere Kilometer weit ins Innere der Alb. Doch für Besucher ist nur ein kleiner Teil zugänglich; der Rest bleibt den Forschern und Tauchern vorbehalten, die hier immer noch spannende Entdeckungen machen.

Wimsener Höhle
Wimsener Höhle

Die Höhle ist nicht nur landschaftlich ein Highlight, sondern auch kulturell interessant. Bereits im 18. Jahrhundert war sie als „Friedrichshöhle“ bekannt, benannt nach Herzog Friedrich II. von Württemberg, der sie 1803 besuchte. Heute erinnert man sich vor allem an ihre historische Verbindung zum nahegelegenen Kloster Zwiefalten, das in der Region eine prägende Rolle spielte und noch immer spielt.

Wimsener Höhle
Wimsener Höhle

Öffnungszeiten

Die Wimsener Höhle, die einzige mit dem Boot befahrbare Wasserhöhle Deutschlands, ist von Anfang April bis Ende Oktober täglich geöffnet. Besucher können dieses Naturwunder montags bis sonntags von 9:30 Uhr bis 18:00 Uhr entdecken. Gerade in den warmen Monaten bietet sich ein Ausflug an, um in die kühle und geheimnisvolle Atmosphäre der Höhle einzutauchen.

Um Wartezeiten zu vermeiden und deine Fahrt sicher planen zu können, empfiehlt es sich, vorab einen Termin zu vereinbaren.

So kannst du entspannt anreisen und dich ganz auf das besondere Erlebnis einlassen. Mit dem Boot gleitest du in die geheimnisvolle Höhlenwelt hinein und entdeckst dabei eine einmalige Unterwasser- und Felslandschaft.

Direkt an der Höhle befindet sich ein Parkplatz, sodass die Anreise bequem möglich ist. Von dort aus sind es nur wenige Schritte bis zum Eingang der Höhle und zur Anlegestelle der Boote.

Wimsener Höhle
Mit dem Boot in die Wimsener Höhle

Wimsenmühle

Neben der Bootsfahrt bietet auch die Umgebung rund um die Wimsener Höhle einiges zu entdecken. Direkt neben dem Eingang lädt die Wimsenmühle mit Restaurant und Biergarten zur Einkehr ein. Besonders schön ist ein Spaziergang durch das romantische Glastal. Das mit seinen Felsen, Wiesen und dem klaren Bachlauf ist ein ideales Ziel für Wanderungen und Ausflüge in die Natur.

Wimsenmühle
Wimsenmühle

Museum in der Wimsenmühle

Besonders interessant ist auch das kleine Museum in der Wimsenmühle, das man besichtigen kann, wenn der Saal nicht belegt ist. Dort erfährt man mehr über die Geschichte der Mühle, die Technik des Mahlens und das Leben in vergangenen Jahrhunderten. Alte Gerätschaften, Werkzeuge und anschauliche Darstellungen vermitteln ein lebendiges Bild von der Verbindung zwischen Mensch, Natur und Handwerk.

Die Höhle ist saisonal geöffnet, in der Regel von April bis Ende Oktober, abhängig von der Witterung. Für die Bootsfahrt wird ein Eintrittsgeld von 7 Euro für Erwachsene erhoben, das sich im moderaten Bereich bewegt. Sodass sich der Besuch auch gut mit einem Familienausflug verbinden lässt.

Wer die Schwäbische Alb besucht, sollte sich die Wimsener Höhle nicht entgehen lassen. Sie vereint Natur, Geschichte und Abenteuer auf einmalige Weise und bietet ein Erlebnis, das man so in Deutschland kein zweites Mal findet.

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Baumkronenpfad Beelitz-Heilstätten: ein Spaziergang durch die Zeit

Der Baumkronenpfad in Beelitz Heilstätten wurde im September 2015 eröffnet und war damit der erste seiner Art in Brandenburg. Er gehört zum Erlebnisareal „Baum und Zeit„, welches sich auf dem Gelände der einstigen Lungenheilstätte in Beelitz Heilstätten befindet. Dies liegt im Landkreis Potsdam-Mittelmark rund 50 Kilometer südwestlich von Berlin.

Beelitz

Anfahrt und Parken

Du erreichst den Baumwipfelpfad Beelitz-Heilstätten bequem über die Autobahn A9 Berlin–Leipzig/Nürnberg. Nimm dazu die Ausfahrt 2 Beelitz-Heilstätten/Fichtenwalde und folge der Beschilderung bis zum Parkplatz. Der Hauptparkplatz P1 ist kostenpflichtig und liegt fußläufig vom Eingang des Baumwipfelpfads entfernt.

Beelitz
Eingang Beelitz Heilstätten

Beelitz Heilstätten

Die Beelitz-Heilstätten südwestlich von Berlin gehören zu den bekanntesten Lost Places in Deutschland und ziehen heute Geschichtsinteressierte, Fotografen und Ausflügler gleichermaßen an. Ursprünglich wurden die Gebäude zwischen 1898 und 1930 als Lungenheilstätte für Tuberkulosepatienten errichtet. Mit ihrer Größe von circa 200 Hektar und der weitläufigen Anlage im Pavillonstil galten sie damals als hochmodern.

Beelitz
Beelitz Heilstätten ehemaliges Pförtnerhaus

Schon bald nach der Eröffnung wurden die Heilstätten aber auch als Lazarett genutzt. Im Zweiten Weltkrieg diente die Anlage erneut als Militärhospital; später nutzte die Sowjetarmee die Gebäude bis in die 1990er Jahre hinein.

Beelitz

Heute sind große Teile der Anlage verlassen und vom Wald überwuchert, was die besondere Atmosphäre aus Verfall und Natur ausmacht. Viele der Gebäude wirken wie Kulissen aus einer anderen Zeit und sind deshalb auch beliebte Drehorte für Filme und Serien, etwa für „Operation Walküre“. Wer die Heilstätten besucht, kann das Gelände auf eigene Faust erkunden; da sollte man unbedingt auch auf dem Baumkronenpfad spazieren gehen. Dieser wurde 2015 eröffnet und führt in luftiger Höhe durch die Baumwipfel. Von oben hat man einen beeindruckenden Blick auf die Ruinen, die vom Grün der Natur langsam zurückerobert werden.

Beelitz Heilstätten
Aussicht vom Baumkronenweg auf die Beelitz Heilstätten

Besonders spannend sind die Führungen durch die alten Gebäude. Dabei erfährt man nicht nur historische Hintergründe, sondern kann auch in Bereiche eintreten, die ansonsten verschlossen bleiben.

Baumwipfelpfad in Beelitz

Der Baumkronenpfad erstreckt sich über eine Länge von rund 700 bis 800 Metern und misst in der Breite etwa 2,2 Meter. Er verläuft in luftiger Höhe zwischen 17 und 23 Metern über dem Waldboden. Der Mittelpunkt der Anlage ist der 40,5 Meter hohe Aussichtsturm. Welcher mit einem Aufzug ausgestattet ist und man auf mehreren Ebenen die Aussicht genießen kann.

Beelitz
Baumkronenweg der Aussichtsturm

So hat man einen weiten Blick bis nach Berlin und in den Fläming. Besonderes beeindruckend ist der Abschnitt über die Ruine des „Alpenhauses„. Denn da könnt ihr ganz besonders gut sehen, wie das Dach bereits seit Jahrzehnten von Bäumen überwuchert wird. Ergänzt wird der Rundgang durch zahlreiche Informationstafeln. Sowohl die Geschichte der Heilstätten als auch die heimische Pflanzenwelt werden anschaulich dargestellt und vermittelt.

Beelitz
Alpenhaus

Öffnungszeiten Beelitz Heilstätten

Im März ist der Baumkronenpfad täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. In den Sommermonaten von April bis September verlängern sich die Öffnungszeiten bis 19 Uhr. Im Oktober kann die Anlage von 10 bis 18 Uhr besucht werden, während sie im November bereits um 16 Uhr geschlossen wird. Der letzte Einlass ist jeweils eine Stunde vor Ende der Öffnungszeit möglich.

Beelitz
Alpenhaus

Waschküche

Ursprünglich war die Waschküche für die zentrale Reinigung der Wäsche aus den Pavillons und dem Desinfektionsgebäude zuständig. Der Ablauf war streng organisiert: Zunächst wurde die Wäsche eingeweicht, anschließend rund 30 Minuten in elektrisch betriebenen Dampfwasch- und Spülmaschinen gekocht, danach gründlich nachgespült, bis sie in der Zentrifugentrockenmaschine vorgetrocknet und schließlich mit einer großen Dampfmangel geglättet wurde.

altes Backsteinhaus
Waschküche
Beelitz
Beelitz Heilstätten Lost Place

Chirurgie Beelitz Heilstätten

Die Chirurgie der Beelitz-Heilstätten wurde 1930 als letztes Gebäude des weitläufigen Krankenhauskomplexes eröffnet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs übernahm die Rote Armee die Anlage und nutzte sie bis zu ihrem Abzug im August 1994. Auch Erich Honecker fand in den Jahren 1990/91 zeitweise Zuflucht in diesem Teil der Heilstätten.

Besonders markant ist die alte Chirurgie selbst: ein imposantes Bauwerk aus rotem Backstein, verziert mit Türmen und kunstvollen Fassadendetails. Zwischen den zahlreichen Gebäuden des Areals zieht sie die Blicke auf sich und vermittelt bis heute einen Eindruck von der einstigen Bedeutung der Heilstätten.

Die Chirurgie diente als modern ausgestattetes Krankenhaus für Patienten mit Lungenerkrankungen. Hier wurden nicht nur Operationen durchgeführt, sondern auch medizinische Fortschritte erprobt, die für die damalige Zeit wegweisend waren. Während des Ersten und des Zweiten Weltkriegs diente das Gebäude als Lazarett. Unter anderem wurde hier sogar Adolf Hitler nach einer Kriegsverletzung behandelt.

Lost Place
Beelitz Heilstätten das Chirurgie Gebäude

Die Chirurgie kann heute im Rahmen einer geführten Führung besichtigt werden. Dabei erhält man nicht nur spannende Einblicke in die Architektur, sondern erfährt auch viele Geschichten über die bewegte Vergangenheit dieses außergewöhnlichen Ortes. Das Zusammenspiel von Verfall, Geschichte und Atmosphäre macht den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Online-Tickets – Eintritt & Führungen Beelitz Heilstätten

Eintritts- und Führungstickets kannst du bequem im Online-Shop von Baum & Zeit buchen. Nach dem Kauf erhältst du ein print@home-Ticket mit QR-Code, das du entweder ausdrucken oder direkt auf deinem Smartphone vorzeigen kannst. Bitte beachte: Online-Tickets gelten ausschließlich für den gebuchten Tag, sind nicht umbuchbar und können nur einmal eingelöst werden. Führungen sind nur in Verbindung mit einem gültigen Eintritt ins Parkgelände möglich und müssen ebenfalls separat online reserviert werden.

Beelitz Heilstätten
Lost Place

Tickets vor Ort

Natürlich kannst du deine Tickets auch direkt an den Tageskassen vor Ort kaufen. Gerade in der Hauptsaison solltest du jedoch mit längeren Wartezeiten rechnen, die bis zu einer Stunde dauern können. Für Gruppen ab 15 Personen stehen ermäßigte Kombi- oder Gruppentickets zur Verfügung. Sowohl online als auch an der Tageskasse. Voraussetzung ist, dass eine Person die gesamte Zahlung übernimmt.

Lost Place
Beelitz Heilstätten Anlage

Preise

Der Eintritt für Erwachsene beträgt etwa 17 Euro. Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 17 Jahren zahlen 12 bis 15 Euro, während Kinder bis 6 Jahre freien Zutritt haben. Ermäßigte Tickets für Rentner, Schüler, Studenten oder Menschen mit Behinderung kosten ca. 15 Euro. Für Familien gibt es ein spezielles Ticket. Zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder erhalten gemeinsam Eintritt ab 28 Euro.

Zusammenfassung

Ein Ort, der Natur, Geschichte und modernes Erlebnis auf eindrucksvolle Weise vereint: Der Spaziergang über den Baumwipfeln bietet nicht nur spektakuläre Ausblicke, sondern auch einen Hauch von Lost-Place-Charme, besonders spürbar beim mystischen Dachwald auf dem alten Alpenhaus. Alles in barrierefreiem Ambiente, das Besucher jeden Alters willkommen heißt.

Ob Frühlingsblüte, herbstliches Farbenspiel oder winterlicher Lichterzauber. Zu jeder Jahreszeit entfaltet der Baumkronenpfad Beelitz-Heilstätten seinen ganz besonderen Reiz.

Mein Tipp: Plane mindestens 1,5 bis 2 Stunden ein, idealerweise kombiniert mit einer Führung durch die historischen Heilstätten. Den Ausflug krönt eine Tasse Kaffee am Aussichtsturm mit Panorama inklusive.

Barfußweg Beelitz-Heilstätten
Mitten im berühmten Gelände der Beelitz-Heilstätten wartet für euch ein ganz besonderes Naturerlebnis auf dem Barfußweg. Auf rund 600 Metern Höhe spürst du Holz, Rinde, Steine, Sand und kühles Wasser direkt unter deinen Füßen. Ein erfrischendes Erlebnis, das die Sinne schärft und sich perfekt mit einem Spaziergang durch den Wald oder einem Besuch des Baumkronenpfads kombinieren lässt.

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Der Zauberwald mit dem Taubenmoos in Bernau im Schwarzwald

In Bernau im Schwarzwald gibt es einen ganz besonderen Ort in der Natur: den Zauberwald mit dem Taubenmoos. Es befindet sich in einer idyllischen Lage und bietet einen abwechslungsreichen Wanderweg. Ein ganz besonderes Naturerlebnis bietet der Zauberwald mit dem Taubenmoos, der seinem Namen alle Ehre macht. Zwischen urigen Bäumen, moosbewachsenen Steinen und kleinen Wasserläufen fühlt man sich fast wie in einer Märchenwelt zurückversetzt.

Zauberwald
Beginn vom Zauberwald

Zauberwald Taubenmoos

Der Ausgangspunkt für den Rundweg in den Zauberwald Taubenmoos ist der Zauberwald-Pfad in der Oberlehenstraße in Bernau im Schwarzwald, wo auch Parkplätze vorhanden sind. Auf rund 900 Metern Höhe gelegen, startet hier der gut beschilderte Rundweg, der direkt in den Zauberwald hineinführt.

Zauberwald
Wächter über den Zauberwald

Die Tour ist etwa 2,5 Kilometer lang und damit auch für Familien bestens geeignet. Mit einer Gehzeit von 1 bis 2 Stunden lässt sich der Weg gemütlich mit Pausen zum Entdecken der geschnitzten Figuren und zum Staunen über die Moorlandschaft bewältigen. Wichtig ist nur, festes Schuhwerk zu tragen, da der Weg teilweise über naturbelassene Pfade führt.

Zauberwald
Zauberwaldpfad

Der Zauberwald

Sobald man in den Wald eintritt, spürt man die besondere Atmosphäre. Weiche Moosteppiche breiten sich über den Waldboden aus, während uralte Bäume hoch in den Himmel ragen. Zwischen den Farnen glitzern kleine Tümpel und Bäche und verleihen dem Wald eine märchenhafte Stimmung.

Zauberwald

Mitten im idyllischen Bernauer Hochtal im Schwarzwald liegt der Zauberwald mit dem Taubenmoos, ein geheimnisvolles Moorgebiet, das zum Staunen und Träumen einlädt. Hier führt der Zauberwald-Pfad durch eine märchenhafte Landschaft aus Holzstegen, knorrigen Bäumen und klaren Bächen. Besonders beliebt bei Kindern und Familien ist dabei das Wasserrad, das mitten im Wald von einem plätschernden Bächlein angetrieben wird.

Informationstafeln am Wegesrand erklären die Entstehung des Moores und geben Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt. Besonders Kinder haben Freude daran, den Märchenwald auf eigene Faust zu entdecken. Oft gibt es kleine Stationen, die Wissen spielerisch vermitteln.

Zauberwald Taubenmoos
Holztreppe beim Wasserrad

Rast und Ausblicke

Der Weg durch den Zauberwald ist leicht begehbar und lädt dazu ein, sich Zeit zu lassen. Immer wieder gibt es Sitzgelegenheiten, von denen man die stille Waldatmosphäre genießen kann. Wer möchte, kann die Tour verlängern und im Anschluss weiter durch das Bernauer Hochtal wandern. Von verschiedenen Stellen aus eröffnen sich herrliche Ausblicke auf die umliegenden Schwarzwaldberge, wie es etwas später in diesem Artikel zu sehen ist.

Zauberwald
Holzbohlenweg

Unterwegs auf dem Zauberwaldpfad

Ein einfacher Spaziergang verwandelt sich hier in ein kleines Abenteuer. An 15 abwechslungsreichen Spiel-, Erzähl- und Infostationen gibt es viel zu entdecken. Spielerisch erfahren große und kleine Besucher spannende Geschichten wie zum Beispiel über das versunkene Kloster oder die geheimnisvolle Sage vom Schweinewiibli.

Ein echtes Highlight ist der Pirschpfad: Dort haben sich 20 heimische Tiere im Wald versteckt. Wer mit offenen Augen unterwegs ist, kann Rehe, Füchse und weitere Tiere aufspüren – und das ist ein spannendes Suchspiel, das nicht nur Kindern Freude macht.

Auf dem Rückweg wird man noch einmal belohnt mit einer atemberaubenden Aussicht auf die Berge des Schwarzwaldes. Ein Ort, an dem man einfach innehalten und genießen muss. Bis man wieder am Parkplatz angekommen ist.

Taubenmoos

Zusammenfassung

Die Wanderung durch den Zauberwald Taubenmoos ist ein stimmungsvolles Naturerlebnis. Perfekt für alle, die zur Ruhe kommen und die geheimnisvolle Seite des Schwarzwalds entdecken möchten. Ob als Familienausflug, kleine Runde für zwischendurch oder als Auftakt für eine größere Tour durchs Bernauer Hochtal, der Zauberwald mit dem Taubenmoos macht seinem Namen alle Ehre.

Die Hütte in Bernau im Schwarzwald

Die Hütte liegt direkt am Parkplatz vom Zauberwald in Bernau im Schwarzwald. Die Atmosphäre ist rustikal und gemütlich, wie man es sich von einer Schwarzwaldhütte wünscht. Auf der Karte für den Winter finden sich hausgemachte Klassiker wie Erbsensuppe, Gulaschsuppe, kräftige Brühen, deftige Würste sowie frisches Brot aus der Region. Auch bei den Getränken wird auf Qualität und Bodenständigkeit geachtet. Für den Sommer werden Brat- und Grillwürste sowie Schnitzel Wiener Art angeboten.

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Die besten Wandertipps für den 7-Moore-Weg im Schwarzwald

Der 7-Moore-Weg im Schwarzwald ist eine abwechslungsreiche Rundwanderung, die Naturfreunde und Fotoliebhaber gleichermaßen begeistert. Sie führt durch eine faszinierende Moorlandschaft mit seltenen Pflanzen, idyllischen Waldpassagen, kleinen Seen und lässt sich ideal mit einem Abstecher zum Naturdenkmal Krai-Woog-Gumpen verbinden, einem der schönsten Wasserfälle im Schwarzwald.

7 Moore Weg
7 Moore Weg Wegweiser

Startpunkt und Anreise

Ausgangspunkt für die Wanderung ist der Parkplatz am Murgtal-Schild. Von hier aus ist der Weg hervorragend ausgeschildert, sodass auch Ortsfremde problemlos der Route folgen können. Die Strecke umfasst rund 10 Kilometer und lässt sich inklusive Pausen zum Genießen der Landschaft und Fotografieren in etwa fünf Stunden bewältigen.

7 Moore Weg
Parkplatz und Startpunkt für die Wanderung

Wanderung durch die Moorlandschaft

Der vorbei, in denen man Pflanzen wie Sonnentau, Wollgras oder Moosbeeren sowie viele andere Arten entdecken kann. Auf Infotafeln entlang der Strecke erfährt man spannende Details über die Entstehung der Moore, ihre Funktion als Wasserspeicher und ihre Bedeutung für seltene Tierarten. Besonders im Frühsommer, wenn das Wollgras blüht, zeigt sich die Landschaft von ihrer schönsten Seite.

7 Moore Weg
7 Moore Weg Wanderweg

7 Moore

Auf dem 7 Moore Weg führt die Route an beeindruckenden Moorgebieten vorbei, an denen Fohrenmoos, Turbenmoos, Geishaltermoos, Schwarzensägemoos, Birkenmoor, Sonnmättlemoos und Brunnmättlemoos zu finden sind. Während die meisten Moore nur von außen betrachtet werden können, lässt sich das Birkenmoor im Schwarzenbächletal dank gut angelegter Holzstege sogar direkt durchqueren.

7 Moore Weg
Birkenmoor am 7 Moore Weg

Der Krai-Woog-Gumpen das Naturdenkmal im Schwarzwald

Ein Höhepunkt der Tour ist der Krai-Woog-Gumpen, ein kleiner Wasserfall, der in eine tiefblaue Gumpe stürzt. Der Name stammt aus dem Alemannischen: „Krai“ bedeutet Fels, „Woog“ steht für Wasserbecken und „Gumpen“ für Tümpel, eine treffende Beschreibung dieses malerischen Ortes. Nach Regenfällen oder während der Schneeschmelze ist das Naturschauspiel besonders beeindruckend.

7 Moore Weg
Krai Woog Wasserfall

Wanderweg

Der 7-Moore-Weg startet zunächst angenehm eben und führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft, in der man entspannt ins Wandern kommt und die Natur genießen kann. Besonders eindrucksvoll sind die Krai-Woog-Gumpen, ein wildromantisches Naturdenkmal mit rauschenden Wassern, die sich zwischen den Felsen hindurchschlängeln. Ab hier ändert sich jedoch der Charakter der Tour. Der Weg steigt allmählich an, und auf etwa 145 Höhenmetern geht es stetig bergauf zurück in Richtung Ausgangspunkt.

7 Moore Weg
Waldweg des 7 Moore Weg

Der Anstieg ist gut zu bewältigen, erfordert aber etwas Kondition. Dafür wird man unterwegs immer wieder mit schönen Ausblicken und ruhigen Waldpassagen belohnt. Oben angekommen, schließt sich die Runde, und man blickt zufrieden auf eine abwechslungsreiche Wanderung zurück, die Naturerlebnis und eine kleine sportliche Herausforderung verbindet.

7 Moore Weg

7 Moore Weg

Entlang des Moorwegs stößt man auf eine Infotafel über das Moorgebiet, die interessante Informationen über die Entstehung und Bedeutung des Moores vermittelt. Sie erklärt, wie die Moore sich im Laufe der Jahrtausende gebildet haben, welche Tier- und Pflanzenarten hier besonders typisch sind und warum diese einzigartige Landschaft geschützt wird.

7 Moore Weg
Tafeln über die Entstehung der Moorgebiete

Solche Tafeln machen die Wanderung nicht nur zu einem Spaziergang durch die Natur. Sondern auch zu einer kleinen Entdeckungsreise, bei der man Wissenswertes über die Ökologie und Geschichte der Region erfährt.

Zusammenfassung für die Wanderung

Die Wanderung eignet sich am besten von Frühjahr bis Herbst. Wichtig ist, feste Wanderschuhe zu tragen, da der Weg stellenweise naturbelassen ist und bei Nässe rutschig werden kann. Je nach Tempo und Pausen solltest du etwa drei bis fünf Stunden einplanen. Der Schwierigkeitsgrad ist leicht bis mittel. So dass die Tour sowohl für geübte Wanderer als auch für Familien mit etwas Ausdauer gut machbar ist. Ein besonderer Tipp von mir: Lege am Krai-Woog-Gumpen eine Pause ein und genieße die rauschende Kulisse. Ein perfekter Ort zum Durchatmen. Und wer möchte, kann sogar baden.

7 Moore Weg
Tümpel

Dies könnte dir ach gefallen.

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