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Kochel am See und Umgebung Sehenswürdigkeiten

Direkt vor der beeindruckenden Kulisse der Berge, etwa 70 Kilometer südlich von München, liegt Kochel am See, eine malerische Gemeinde, die gleich mit zwei wunderschönen Seen aufwartet: dem Kochelsee und dem Walchensee. Diese Region bietet nicht nur atemberaubende Landschaften. Sondern auch zahlreiche Möglichkeiten für Naturliebhaber. Wanderer und Wassersportler. Welche die Schönheit dieser Gegend erkunden möchten.

aktualisiert am 13.04.2024

Kochel am See

Auf einer Höhe von 605 Metern liegt Kochel am See, umgeben von der beeindruckenden Kulisse der Bayerischen Alpen. Der Kochelsee lädt mit seiner idyllischen Atmosphäre zum Entspannen und Erkunden ein. Wir parkten direkt am See und spazierten entlang des Ufers, um die ruhige Landschaft zu genießen.

Für Kunstinteressierte ist das Franz-Marc-Museum ein Highlight, in dem Werke des berühmten Künstlers Franz Marc ausgestellt werden. Ein weiterer interessanter Besuch führte uns zur Kocheler Keramik, einer Werkstatt, die ihre handgefertigten Töpferwaren vor Ort herstellt. Ein Blick in den Laden lohnt sich definitiv!

In den Wintermonaten werden auf dem Kochelsee leider keine Schifffahrten angeboten. Es ist jedoch ratsam, sich im Frühjahr über die aktuellen Fahrpläne zu informieren, sobald die Saison wieder beginnt.

Motorschifffahrt am Kochelsee
Kirchenweg 1
82431 Kochel am See
Saisonstart ab Ostern Fahrplan findet ihr hier

Die Strecke zum Walchensee

Vom Kochel am See führte uns unsere Reise entlang der B 11 in Richtung Innsbruck über den beeindruckenden Kesselbergpass. Dieser liegt auf einer Höhe von 858 Metern und bietet auf seiner kurvenreichen, etwa 11 Kilometer langen Strecke spektakuläre Ausblicke auf die Umgebung.

Nach den aufregenden Serpentinen erreichten wir den Walchensee, einen der tiefsten und klarsten Seen Deutschlands. Die gleichnamige Ortschaft bietet zahlreiche Restaurants, die mit regionalen Köstlichkeiten aufwarten, sowie eine Vielzahl an Übernachtungsmöglichkeiten. Ideal für alle, die die Ruhe und Schönheit der Region länger genießen möchten.

Herzogstandbahn

Der imposante Herzogstand ist ein Berg mit einer Höhe von 1.733 Metern. Dieser liegt direkt am malerischen Walchensee und zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen der Region.

Vor der Talstation der Herzogstandbahn gibt es einen großen, gebührenpflichtigen Parkplatz, der ausreichend Platz für Besucher bietet. Dort kauften wir unsere Tickets für die Berg- und Talfahrt, die uns in etwa 5 Minuten bequem hinauf zum Berg brachte.

Von der Bergstation aus führt ein gut ausgeschilderter Wanderweg zum Berggasthof Herzogstand, der mit einer fantastischen Aussicht und regionalen Speisen lockt. Von dort aus kann man den Wanderweg zum Gipfel des Herzogstands nehmen oder verschiedenen Pfaden ins Tal folgen, die unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bieten.

Der Herzogstand ist nicht nur ein Paradies für Wanderer, sondern auch für Naturfreunde, die die einmalige Aussicht auf den Walchensee und die umliegende Bergwelt genießen möchten.

Oben am Herzogstand bietet sich ein spektakulärer Ausblick, der einen sofort in den Bann zieht. Man kann sowohl den Walchensee als auch den Kochelsee in ihrer vollen Pracht sehen. Eingebettet in die wunderschöne Landschaft.

Bei schönem Wetter eröffnet sich zudem ein beeindruckendes Panorama auf die gigantische Bergwelt der Alpen. Die klare Sicht ermöglicht es, weit über die umliegenden Gipfel hinauszuschauen. Ein Erlebnis, das sowohl Wanderer als auch Naturliebhaber begeistert.

Herzogenstandbahn
Am Tanneneck 6
82432 Kochel am See
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag von 9 bis 16.15 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertage von 9 bis 16.45 Uhr

Kloster Benediktbeuern

An der Kirche St. Benedikt gibt es einen großen Parkplatz, auf dem die erste Stunde kostenlos ist. Ideal für einen kurzen Besuch oder eine Besichtigung.

Vom Parkplatz aus ist die Strecke zur Kirche gut beschildert, sodass man sich leicht orientieren kann.

Die Kirche selbst beeindruckt mit ihrer prunkvollen Gestaltung, insbesondere durch die prachtvollen Deckenfresken und die kunstvollen Bilder. Eine Besonderheit, die sofort ins Auge fällt, ist die Uhr über dem Altar, die ich so noch nie gesehen habe.

Die Glocken der Kirche stammen überwiegend aus der Zeit, als sie noch eine Abteikirche war. Heute trägt sie den Titel „Pfarrkirche St. Benedikt„.

Das Kloster hat sich modernisiert und bietet nun Tagungen an. Außerdem lädt das Kloster-Café zu einer gemütlichen Pause ein und es werden interessante Führungen durch die Anlage angeboten.

In der Klosteranlage selbst gibt es auch Gästehäuser, die Übernachtungsmöglichkeiten bieten. Eine wunderbare Option, um die Ruhe und die Atmosphäre dieses besonderen Ortes länger zu genießen.

Kloster Benediktbeuern
Don-Bosco-Straße 1
83671 Benediktbeuern
Öffnungszeiten
täglich von 9 bis 18 Uhr

Freilichtmuseum Glentleiten

Das Freilichtmuseum Glentleiten liegt am Rande von Großweil, einer malerischen Ortschaft zwischen Murnau am Staffelsee und Garmisch-Partenkirchen.

Wir finden es immer wieder faszinierend, die gut erhaltenen Bauernhöfe zu erkunden. Dieses Museum bietet einen lebendigen Einblick in das damalige Leben und Arbeiten dieser Zeit. In der, in der die Menschen ihren Alltag ohne die heutigen technischen Hilfsmittel meisterten.

Auf einer beeindruckenden Fläche von 38 Hektar sind zahlreiche alte Bauernhöfe ausgestellt. Besucher können durch diese Gebäude streifen und erleben. Wie die Menschen früher gelebt haben. Jede Ecke erzählt Geschichten von harten Arbeitszeiten, einfachen Freuden und engem Zusammenleben mit der Natur.

Vom gebührenfreien Parkplatz führt der Weg direkt zum Kassenbereich, wo sich auch ein Museumsladen befindet. Im oberen Stockwerk des Gebäudes lädt eine Brauerei mit Gastronomie zum Verweilen ein.

Nachdem wir den Eingang zum Freigelände passiert hatten, entschieden wir uns für den linken Rundweg.

Die ausgestellten Häuser stammen vom 16. bis zum 20. Jahrhundert und repräsentieren die typische Architektur des voralpenländischen Raums. Jeder Hof und jede Hütte erzählen dabei eine eigene Geschichte über die Lebensweise und die Arbeit der Menschen in dieser Region.

Die Häuser

Im Freilichtmuseum wird anschaulich gezeigt, wie einst Wetzsteine mit Wasserkraft hergestellt wurden. Diese Steine waren unverzichtbar, um Werkzeuge wie Sicheln und Sensen zu schärfen und damit die tägliche Arbeit zu erleichtern.

Ebenso beeindruckend sind ein Sägewerk, das ebenfalls mit Wasserkraft betrieben wird, sowie eine Getreidemühle. Die zeigt, wie Korn in früheren Zeiten zu Mehl verarbeitet wurde. Die Verwendung von Wasserkraft verdeutlicht eindrucksvoll, wie die Menschen damals die natürlichen Ressourcen nutzten.

Im Freilichtmuseum

Das Freilichtmuseum beeindruckt nicht nur durch seine Lage an einem sanften Hügel mit weitläufigen Wiesen. Sondern auch mit seiner anschaulichen Darstellung des damaligen Lebens. Vom Viehbetrieb auf den Wiesen bis zur Milchverarbeitung wird gezeigt. Wie die bäuerliche Arbeit und die Weiterverarbeitung der Produkte organisiert wurden.

Interessant ist auch die Geschichte des ländlichen Tourismus. Denn schon Ende des 19. Jahrhunderts wurden in manchen Höfen Zimmer für Gäste vermietet. Ein besonderes Beispiel dafür ist der Fischerweber-Hof. Hier wird dargestellt, wie vermögende Gäste in diesem Hof untergebracht wurden. Während gleichzeitig die Landwirtschaft, die Weberei und die Schnapsbrennerei betrieben wurden. Diese Kombination aus Gastgewerbe und landwirtschaftlicher Arbeit zeigt die Vielseitigkeit und den Einfallsreichtum der damaligen Bewohner.

Besondere Häuser

Im Freilichtmuseum gibt es noch viele weitere interessante Stationen zu entdecken. Ein Bienenhaus zeigt, wie die Imkerei in früheren Zeiten funktionierte, und in der Seilerei kann man sehen, wie in Handarbeit Seile aus Naturfasern gedreht wurden. Das Backhaus vermittelt einen Eindruck davon, wie Brot und andere Backwaren in traditioneller Weise zubereitet wurden. Besonders spannend ist auch die Köhlerei, in der man erfährt, wie Kohle aus Holz durch einen speziellen Prozess hergestellt wird.

Zusätzlich gibt es einen Kalkofen, der zeigt, wie Kalk aus Kalkstein gewonnen wird, ein wichtiger Prozess für Bauarbeiten und Landwirtschaft. Und nicht zu vergessen: eine historische Tankstelle, die einen Einblick in die Entwicklung der Mobilität und der Kraftstoffe bietet. All diese Stationen machen das Freilichtmuseum zu einem sehr vielfältigen Erlebnis und lassen die Besucher tief in die Geschichte der Region eintauchen.

Freilichtmuseum Glentleiten
An der Glentleiten 4
82439 Großweil
Öffnungszeiten
19. März 2026 bis 11. November 2026
Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 17:00 Uhr
im Juni, Juli und August täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr

Im Winter ist dieses Freilichtmuseum geschlossen

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Von Kathrin

Meine Leidenschaft ist das Reisen, und das möchte ich euch näher zeigen. Mit Tipps für einen schönen Urlaub mit Empfehlungen für die Tour.

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