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Die Preßnitztalbahn: Mit der Dampflok durchs Preßnitztal im Erzgebirge

Die Preßnitztalbahn gehört zu den schönsten Museumsbahnen im Erzgebirge und bietet eine atmosphärische Reise in die Vergangenheit der sächsischen Schmalspurbahnen. Auf der rund neun Kilometer langen Strecke zwischen Jöhstadt und Steinbach erlebt ihr eindrucksvoll, wie das Reisen vor über 100 Jahren aussah mit rauchenden Dampfloks, mit den historischen Waggons und einer liebevoll gepflegten Bahnlinie, die mitten durch das malerische Preßnitztal führt.

Preßnitztalbahn
Dampflok der Preßnitztalbahn

Historischer Hintergrund

Die ursprüngliche Preßnitztalbahn wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts errichtet und war Teil des engmaschigen Schmalspurnetzes im Erzgebirge. Sie verband Jöhstadt mit Steinbach und spielte lange Zeit eine wichtige Rolle für den Personen- und Güterverkehr der Region. Nach der Stilllegung in den 1980er Jahren setzten sich engagierte Eisenbahnfans dafür ein, die Bahn als Museumsstrecke wieder aufzubauen. Heute ist die Preßnitztalbahn ein Paradebeispiel ehrenamtlicher Initiative und zählt zu den beliebtesten Attraktionen des Erzgebirges.

Preßnitztalbahn
Waggon der Preßnitztalbahn

Wo fährt die Preßnitztalbahn?

Die Preßnitztalbahn verbindet die Orte Jöhstadt und Steinbach und führt durch das idyllische Preßnitztal im Erzgebirge. Sie verkehrt an ausgewählten Fahrtagen, darunter an vielen Wochenenden sowie an Sonderveranstaltungen wie Pfingstdampf, Weihnachtsdampf oder Themendampftagen. Die Fahrzeit zwischen den beiden Bahnhöfen beträgt etwa 45 Minuten.
Unterwegs genießt man herrliche Ausblicke auf das dichte Grün der Erzgebirgswälder, den Verlauf der Preßnitz sowie die kleinen historischen Ortsteile entlang der Strecke. Besonders malerisch sind die bahntypischen Wasserstationen, Signalanlagen und restaurierten Bahnhofsgebäude, die das traditionelle Flair perfekt abrunden.

Preßnitztalbahn
Bahnhof Steinbach der Preßnitztalbahn

Highlights an der Strecke

Bahnhof Steinbach: Ausgangspunkt für viele Besucher mit einem Parkplatz, dem historischen Lokschuppen und einem kleinen Museum.

Haltepunkte entlang der Strecke: Ideal, um die Züge zu fotografieren oder Spaziergänge im Tal zu starten.

Bahnhof Jöhstadt: Endpunkt der Museumsbahn, Sitz des Vereins und Standort mehrerer betriebsfähiger Dampfloks sowie originalgetreu restaurierter Waggons.

Veranstaltungen und Sonderfahrten der Preßnitztalbahn

Die Preßnitztalbahn ist besonders für ihre Themenwochenenden bekannt. Mehrmals im Jahr verkehren zusätzliche Dampfloks, es gibt gastronomische Angebote, Sonderfahrten zum Nikolaustag oder sommerliche Abendfahrten. Diese Events ziehen Eisenbahnliebhaber aus Deutschland und dem Ausland an und schaffen ein intensives Erlebnis rund um die traditionelle Schmalspurbahn.

Jöhstadt in der Weihnachtszeit: Winterromantik im Erzgebirge

Wenn sich das Erzgebirge in eine glitzernde Winterlandschaft verwandelt, entfaltet Jöhstadt einen ganz besonderen Charme. Die kleine Bergstadt nahe der tschechischen Grenze steht in der Adventszeit ganz im Zeichen traditioneller Weihnachtskultur, ruhiger Momente und echter erzgebirgischer Handwerkskunst.

Jöhstadt Pyramide
Jöhstadt Pyramide

Bereits bei einem Spaziergang durch den Ort fällt die liebevolle Weihnachtsdekoration auf. In vielen Fenstern leuchten Schwibbögen, Räuchermännchen und Pyramiden ein Anblick, der gerade in der Dämmerung für eine warme, fast nostalgische Atmosphäre sorgt. Jöhstadt wirkt dabei nicht überlaufen, sondern angenehm beschaulich. Was den Ort besonders für alle attraktiv macht, die der Trubel großer Weihnachtsmärkte entfliehen möchten.

Jöhstadt Schwibbogen
Schwibbogen Jöhstadt

Praktische Tipps für Ihren Besuch

  • Fahrtage prüfen: Die Preßnitztalbahn fährt nicht täglich. Ein Blick auf den aktuellen Fahrplan des Vereins ist unbedingt empfehlenswert.
  • Rechtzeitig da sein: Besonders an Veranstaltungen kann es voll werden. Frühzeitiges Ankommen sichert gute Plätze.
  • Fotospots: Besonders schöne Fotopunkte gibt es in Kurvenbereichen, an Wasserhäusern oder direkt an der Preßnitz.
  • Kombinieren: Ein Besuch lässt sich ideal mit Ausflügen in das Erzgebirge verbinden. Etwa nach Annaberg-Buchholz oder Seiffen, vor allem zur Weihnachtszeit, ist es ein besonderes Erlebnis.

Wie hoch sind die Preise für die Preßnitztalbahn?

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Kathrin Fröhlich Als Reisebloggerin gebe ich euch Tipps für Ausflugsziele mit Naturerlebnissen

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Deutschland

Die Wimsener Höhle auf der Schwäbischen Alb

Die Wimsener Höhle auf der Schwäbischen Alb ist ein außergewöhnliches Naturerlebnis und Teil des UNESCO Global Geoparks Schwäbische Alb. Sie zieht jedes Jahr zahlreiche Besucher an, denn sie gilt als die einzige mit dem Boot befahrbare Wasserhöhle Deutschlands. Eine Fahrt hinein in die geheimnisvolle Unterwelt bietet ein eindrucksvolles Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst.

Wimsener Höhle
Eingang zur Höhle

Wimsener Höhle

Eingebettet mitten im idyllischen Biosphärengebiet Schwäbische Alb bei Hayingen schlummert dieses Naturwunder. Der Eingang der Höhle liegt direkt am Wasser und nur per Boot kann man die ersten rund 70 Meter des unterirdischen Flusses erkunden. Während der Fahrt gleitet man in die geheimnisvolle Dunkelheit hinein, vorbei an Tropfsteinformationen und Gesteinswänden, die im Licht der Lampen geheimnisvoll schimmern. Insgesamt erstreckt sich das Höhlensystem mehrere Kilometer weit ins Innere der Alb. Doch für Besucher ist nur ein kleiner Teil zugänglich; der Rest bleibt den Forschern und Tauchern vorbehalten, die hier immer noch spannende Entdeckungen machen.

Wimsener Höhle
Wimsener Höhle

Die Höhle ist nicht nur landschaftlich ein Highlight, sondern auch kulturell interessant. Bereits im 18. Jahrhundert war sie als „Friedrichshöhle“ bekannt, benannt nach Herzog Friedrich II. von Württemberg, der sie 1803 besuchte. Heute erinnert man sich vor allem an ihre historische Verbindung zum nahegelegenen Kloster Zwiefalten, das in der Region eine prägende Rolle spielte und noch immer spielt.

Wimsener Höhle
Wimsener Höhle

Öffnungszeiten

Die Wimsener Höhle, die einzige mit dem Boot befahrbare Wasserhöhle Deutschlands, ist von Anfang April bis Ende Oktober täglich geöffnet. Besucher können dieses Naturwunder montags bis sonntags von 9:30 Uhr bis 18:00 Uhr entdecken. Gerade in den warmen Monaten bietet sich ein Ausflug an, um in die kühle und geheimnisvolle Atmosphäre der Höhle einzutauchen.

Um Wartezeiten zu vermeiden und deine Fahrt sicher planen zu können, empfiehlt es sich, vorab einen Termin zu vereinbaren.

So kannst du entspannt anreisen und dich ganz auf das besondere Erlebnis einlassen. Mit dem Boot gleitest du in die geheimnisvolle Höhlenwelt hinein und entdeckst dabei eine einmalige Unterwasser- und Felslandschaft.

Direkt an der Höhle befindet sich ein Parkplatz, sodass die Anreise bequem möglich ist. Von dort aus sind es nur wenige Schritte bis zum Eingang der Höhle und zur Anlegestelle der Boote.

Wimsener Höhle
Mit dem Boot in die Wimsener Höhle

Wimsenmühle

Neben der Bootsfahrt bietet auch die Umgebung rund um die Wimsener Höhle einiges zu entdecken. Direkt neben dem Eingang lädt die Wimsenmühle mit Restaurant und Biergarten zur Einkehr ein. Besonders schön ist ein Spaziergang durch das romantische Glastal. Das mit seinen Felsen, Wiesen und dem klaren Bachlauf ist ein ideales Ziel für Wanderungen und Ausflüge in die Natur.

Wimsenmühle
Wimsenmühle

Museum in der Wimsenmühle

Besonders interessant ist auch das kleine Museum in der Wimsenmühle, das man besichtigen kann, wenn der Saal nicht belegt ist. Dort erfährt man mehr über die Geschichte der Mühle, die Technik des Mahlens und das Leben in vergangenen Jahrhunderten. Alte Gerätschaften, Werkzeuge und anschauliche Darstellungen vermitteln ein lebendiges Bild von der Verbindung zwischen Mensch, Natur und Handwerk.

Die Höhle ist saisonal geöffnet, in der Regel von April bis Ende Oktober, abhängig von der Witterung. Für die Bootsfahrt wird ein Eintrittsgeld von 7 Euro für Erwachsene erhoben, das sich im moderaten Bereich bewegt. Sodass sich der Besuch auch gut mit einem Familienausflug verbinden lässt.

Wer die Schwäbische Alb besucht, sollte sich die Wimsener Höhle nicht entgehen lassen. Sie vereint Natur, Geschichte und Abenteuer auf einmalige Weise und bietet ein Erlebnis, das man so in Deutschland kein zweites Mal findet.

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Bayern

Altötting zur Weihnachtszeit: Der Weihnachtsmarkt am Kapellplatz

Altötting zeigt sich in der Adventszeit von seiner besonders stimmungsvollen Seite. Der Weihnachtsmarkt am Kapellplatz bildet das festliche Herz der Stadt. Und fügt sich harmonisch in die besondere Atmosphäre mit der Gnadenkapelle, der Stiftspfarrkirche St. Philipp und Jakob sowie den umliegenden Barockbauten ein. Gerade diese Kulisse macht den Altöttinger Christkindlmarkt zu einem der besonders schönsten Weihnachtsmärkte in Bayern.

Altötting ist eines der bedeutendsten Wallfahrtsziele Europas. Im Zentrum steht die Gnadenkapelle mit der Schwarzen Madonna, die seit Jahrhunderten Pilgerinnen und Pilger anzieht. Viele kommen zu Fuß, um auf dem Weg bewusst innezuhalten, zu beten oder ihre Dankbarkeit auszudrücken.

Altötting
Gnadenkapelle

Der Kapellplatz beeindruckt mit seiner besonderen Atmosphäre aus Kerzenlicht, Gebeten und Votivtafeln, die von persönlichen Schicksalen erzählen. Bis heute ist die Wallfahrt nach Altötting lebendig und verbindet gelebte Tradition mit stiller Einkehr, ein Ort, der Ruhe, Hoffnung und Spiritualität ausstrahlt.

Der Kapellplatz als besondere Kulisse

Der Kapellplatz ist das spirituelle Zentrum Altöttings und eine der bekanntesten Wallfahrtsorte Deutschlands. In der Adventszeit sorgen Lichterketten, geschmückte Tannenbäume und festlich dekorierte Marktstände dafür. Der Platz strahlt eine warme, beinahe besinnliche Stimmung aus. Die Gnadenkapelle steht dabei stets im Mittelpunkt und verleiht dem Weihnachtsmarkt eine besondere Ruhe, die man auf größeren und lauten Märkten oft vermisst.

Altötting
Weihnachtsmarkt rund um die Gnadenkapelle

Altötting Weihnachtsmarkt

Der Altöttinger Weihnachtsmarkt legt großen Wert auf Regionalität und traditionelles Handwerk. An den liebevoll gestalteten Holzständen werden unter anderem angeboten:

  • handgefertigte Krippenfiguren und Holzschnitzereien
  • Kerzen, Adventskränze und weihnachtliche Dekoration
  • Wollwaren, Mützen und Schals
  • Geschenkideen aus regionalen Manufakturen

Kulinarisch dürfen klassische Schmankerl nicht fehlen. Glühwein, Kinderpunsch und Feuerzangenbowle wärmen an kalten Tagen, während gebrannte Mandeln, Lebkuchen, Bratwürste oder gebackene Mäuse für den passenden Genuss sorgen.

Altötting
Weihnachtsmarktstand

Öffnungszeiten Weihnachtsmarkt

Der Weihnachtsmarkt findet vom 28. November bis 21. Dezember 2025 statt.

  • Montag bis Freitag: 14:00 bis 20:00 Uhr
  • Samstag und Sonntag: 11:00 bis 20:00 Uhr

Eintritt: frei

Nikolaus

  • Feierliche Eröffnung am 28. November um 17:30 Uhr
  • Täglicher Nikolausbesuch jeweils um 17:00 Uhr

Besinnlichkeit statt Trubel

Was den Weihnachtsmarkt in Altötting besonders auszeichnet, ist seine ruhige und besinnliche Atmosphäre. Durch die Nähe zur Gnadenkapelle und die Bedeutung Altöttings als Wallfahrtsort liegt ein spürbarer Fokus auf Ruhe und Einkehr. Regelmäßig finden adventliche Musikdarbietungen, Bläsergruppen oder Chorgesang statt, die das weihnachtliche Erlebnis abrunden, ohne aufdringlich zu wirken.

Altötting
Altötting Karussell auf dem Weihnachtsmarkt

Ein Besuch in der Gnadenkapelle in Altötting

Ein Spaziergang über den Weihnachtsmarkt lässt sich ideal mit einem Besuch der Gnadenkapelle verbinden. Gerade in der Adventszeit nehmen sich viele Besucher bewusst einen Moment der Stille. Zünden Sie eine Kerze an und genießen Sie die besondere spirituelle Atmosphäre dieses Ortes. Vor allem weil die Gnadenkapelle für ihre schwarze Madonna bekannt ist.

Päpstliche Basilika St. Anna

Wenn ihr in Altötting seid, dann schaut doch in die größte Wallfahrtskirche Bayerns, die Päpstliche Basilika St. Anna, rein. Besonders eindrucksvoll sind der monumentale Innenraum, die kunstvollen Mosaike sowie der Hochaltar mit der Darstellung der heiligen Anna. Bis heute ist die Basilika ein wichtiger Ort für Wallfahrten und Gottesdienste.

Wochenmarkt auf dem Hofmark in Altötting

Der Wochenmarkt, welcher jeden Samstag von 07:00 bis 12:00 Uhr auf dem Hofmark in Altötting stattfindet, ist ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Besucher. Jeden Samstag werden frische, überwiegend regionale Produkte wie Obst, Gemüse, Brot, Käse, Wurst, Honig und Blumen angeboten.

Altötting
Markt auf dem Hofmarkt

Parken in Altötting: entspannt ankommen und die Stadt genießen

Wer Altötting besucht, profitiert von einem gut durchdachten Parkplatzangebot. Ob für einen kurzen Besuch am Kapellplatz, einen Stadtbummel oder einen längeren Aufenthalt, die Stadt bietet sowohl zentrale Tiefgaragen als auch großzügige, kostenlose Parkflächen in fußläufiger Entfernung.

Direkt im Zentrum stehen mehrere gebührenpflichtige Tiefgaragen zur Verfügung. Besonders praktisch ist die Tiefgarage Am Kapellplatz, die sich unmittelbar im Herzen Altöttings befindet. Von hier aus sind der Kapellplatz, die Gnadenkapelle sowie Cafés und Geschäfte nur wenige Schritte entfernt. Ebenfalls zentral liegen die Tiefgaragen Am Forum und An der Hofmark. Die eignen sich gut, wenn man wettergeschützt und stadtnah parken möchte. Die Preise sind moderat und erlauben auch längeres Parken zu einem fairen Tageshöchstsatz.

Wer lieber kostenlos parken möchte, findet in Altötting ebenfalls sehr gute Alternativen. Der größte Parkplatz ist der Dultplatz, der rund 650 Stellplätze bietet. Von hier aus erreicht man den Kapellplatz in etwa acht Gehminuten. Gerade bei Veranstaltungen, Wallfahrten oder am Wochenende ist dieser Parkplatz eine entspannte Option. Etwas näher am Zentrum liegt der Parkplatz an der Kolbergstraße, der ebenfalls kostenfrei ist und sich besonders für kürzere Aufenthalte anbietet.

Zusammenfassung

Der Weihnachtsmarkt in Altötting ist ideal für alle, die einen ruhigen, traditionellen und stimmungsvollen Christkindlmarkt suchen. Die einzigartige Kulisse des Kapellplatzes, das regionale Angebot und die besinnliche Stimmung machen einen Besuch in der Adventszeit zu einem besonderen Erlebnis. Besonders in den Abendstunden, wenn der Platz festlich beleuchtet ist, entfaltet Altötting seinen ganz eigenen weihnachtlichen Zauber.

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Baumkronenpfad Beelitz-Heilstätten: ein Spaziergang durch die Zeit

Der Baumkronenpfad in Beelitz Heilstätten wurde im September 2015 eröffnet und war damit der erste seiner Art in Brandenburg. Er gehört zum Erlebnisareal „Baum und Zeit„, welches sich auf dem Gelände der einstigen Lungenheilstätte in Beelitz Heilstätten befindet. Dies liegt im Landkreis Potsdam-Mittelmark rund 50 Kilometer südwestlich von Berlin.

Beelitz

Anfahrt und Parken

Du erreichst den Baumwipfelpfad Beelitz-Heilstätten bequem über die Autobahn A9 Berlin–Leipzig/Nürnberg. Nimm dazu die Ausfahrt 2 Beelitz-Heilstätten/Fichtenwalde und folge der Beschilderung bis zum Parkplatz. Der Hauptparkplatz P1 ist kostenpflichtig und liegt fußläufig vom Eingang des Baumwipfelpfads entfernt.

Beelitz
Eingang Beelitz Heilstätten

Beelitz Heilstätten

Die Beelitz-Heilstätten südwestlich von Berlin gehören zu den bekanntesten Lost Places in Deutschland und ziehen heute Geschichtsinteressierte, Fotografen und Ausflügler gleichermaßen an. Ursprünglich wurden die Gebäude zwischen 1898 und 1930 als Lungenheilstätte für Tuberkulosepatienten errichtet. Mit ihrer Größe von circa 200 Hektar und der weitläufigen Anlage im Pavillonstil galten sie damals als hochmodern.

Beelitz
Beelitz Heilstätten ehemaliges Pförtnerhaus

Schon bald nach der Eröffnung wurden die Heilstätten aber auch als Lazarett genutzt. Im Zweiten Weltkrieg diente die Anlage erneut als Militärhospital; später nutzte die Sowjetarmee die Gebäude bis in die 1990er Jahre hinein.

Beelitz

Heute sind große Teile der Anlage verlassen und vom Wald überwuchert, was die besondere Atmosphäre aus Verfall und Natur ausmacht. Viele der Gebäude wirken wie Kulissen aus einer anderen Zeit und sind deshalb auch beliebte Drehorte für Filme und Serien, etwa für „Operation Walküre“. Wer die Heilstätten besucht, kann das Gelände auf eigene Faust erkunden; da sollte man unbedingt auch auf dem Baumkronenpfad spazieren gehen. Dieser wurde 2015 eröffnet und führt in luftiger Höhe durch die Baumwipfel. Von oben hat man einen beeindruckenden Blick auf die Ruinen, die vom Grün der Natur langsam zurückerobert werden.

Beelitz Heilstätten
Aussicht vom Baumkronenweg auf die Beelitz Heilstätten

Besonders spannend sind die Führungen durch die alten Gebäude. Dabei erfährt man nicht nur historische Hintergründe, sondern kann auch in Bereiche eintreten, die ansonsten verschlossen bleiben.

Baumwipfelpfad in Beelitz

Der Baumkronenpfad erstreckt sich über eine Länge von rund 700 bis 800 Metern und misst in der Breite etwa 2,2 Meter. Er verläuft in luftiger Höhe zwischen 17 und 23 Metern über dem Waldboden. Der Mittelpunkt der Anlage ist der 40,5 Meter hohe Aussichtsturm. Welcher mit einem Aufzug ausgestattet ist und man auf mehreren Ebenen die Aussicht genießen kann.

Beelitz
Baumkronenweg der Aussichtsturm

So hat man einen weiten Blick bis nach Berlin und in den Fläming. Besonderes beeindruckend ist der Abschnitt über die Ruine des „Alpenhauses„. Denn da könnt ihr ganz besonders gut sehen, wie das Dach bereits seit Jahrzehnten von Bäumen überwuchert wird. Ergänzt wird der Rundgang durch zahlreiche Informationstafeln. Sowohl die Geschichte der Heilstätten als auch die heimische Pflanzenwelt werden anschaulich dargestellt und vermittelt.

Beelitz
Alpenhaus

Öffnungszeiten Beelitz Heilstätten

Im März ist der Baumkronenpfad täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. In den Sommermonaten von April bis September verlängern sich die Öffnungszeiten bis 19 Uhr. Im Oktober kann die Anlage von 10 bis 18 Uhr besucht werden, während sie im November bereits um 16 Uhr geschlossen wird. Der letzte Einlass ist jeweils eine Stunde vor Ende der Öffnungszeit möglich.

Beelitz
Alpenhaus

Waschküche

Ursprünglich war die Waschküche für die zentrale Reinigung der Wäsche aus den Pavillons und dem Desinfektionsgebäude zuständig. Der Ablauf war streng organisiert: Zunächst wurde die Wäsche eingeweicht, anschließend rund 30 Minuten in elektrisch betriebenen Dampfwasch- und Spülmaschinen gekocht, danach gründlich nachgespült, bis sie in der Zentrifugentrockenmaschine vorgetrocknet und schließlich mit einer großen Dampfmangel geglättet wurde.

altes Backsteinhaus
Waschküche
Beelitz
Beelitz Heilstätten Lost Place

Chirurgie Beelitz Heilstätten

Die Chirurgie der Beelitz-Heilstätten wurde 1930 als letztes Gebäude des weitläufigen Krankenhauskomplexes eröffnet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs übernahm die Rote Armee die Anlage und nutzte sie bis zu ihrem Abzug im August 1994. Auch Erich Honecker fand in den Jahren 1990/91 zeitweise Zuflucht in diesem Teil der Heilstätten.

Besonders markant ist die alte Chirurgie selbst: ein imposantes Bauwerk aus rotem Backstein, verziert mit Türmen und kunstvollen Fassadendetails. Zwischen den zahlreichen Gebäuden des Areals zieht sie die Blicke auf sich und vermittelt bis heute einen Eindruck von der einstigen Bedeutung der Heilstätten.

Die Chirurgie diente als modern ausgestattetes Krankenhaus für Patienten mit Lungenerkrankungen. Hier wurden nicht nur Operationen durchgeführt, sondern auch medizinische Fortschritte erprobt, die für die damalige Zeit wegweisend waren. Während des Ersten und des Zweiten Weltkriegs diente das Gebäude als Lazarett. Unter anderem wurde hier sogar Adolf Hitler nach einer Kriegsverletzung behandelt.

Lost Place
Beelitz Heilstätten das Chirurgie Gebäude

Die Chirurgie kann heute im Rahmen einer geführten Führung besichtigt werden. Dabei erhält man nicht nur spannende Einblicke in die Architektur, sondern erfährt auch viele Geschichten über die bewegte Vergangenheit dieses außergewöhnlichen Ortes. Das Zusammenspiel von Verfall, Geschichte und Atmosphäre macht den Besuch zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Online-Tickets – Eintritt & Führungen Beelitz Heilstätten

Eintritts- und Führungstickets kannst du bequem im Online-Shop von Baum & Zeit buchen. Nach dem Kauf erhältst du ein print@home-Ticket mit QR-Code, das du entweder ausdrucken oder direkt auf deinem Smartphone vorzeigen kannst. Bitte beachte: Online-Tickets gelten ausschließlich für den gebuchten Tag, sind nicht umbuchbar und können nur einmal eingelöst werden. Führungen sind nur in Verbindung mit einem gültigen Eintritt ins Parkgelände möglich und müssen ebenfalls separat online reserviert werden.

Beelitz Heilstätten
Lost Place

Tickets vor Ort

Natürlich kannst du deine Tickets auch direkt an den Tageskassen vor Ort kaufen. Gerade in der Hauptsaison solltest du jedoch mit längeren Wartezeiten rechnen, die bis zu einer Stunde dauern können. Für Gruppen ab 15 Personen stehen ermäßigte Kombi- oder Gruppentickets zur Verfügung. Sowohl online als auch an der Tageskasse. Voraussetzung ist, dass eine Person die gesamte Zahlung übernimmt.

Lost Place
Beelitz Heilstätten Anlage

Preise

Der Eintritt für Erwachsene beträgt etwa 17 Euro. Kinder und Jugendliche zwischen 7 und 17 Jahren zahlen 12 bis 15 Euro, während Kinder bis 6 Jahre freien Zutritt haben. Ermäßigte Tickets für Rentner, Schüler, Studenten oder Menschen mit Behinderung kosten ca. 15 Euro. Für Familien gibt es ein spezielles Ticket. Zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder erhalten gemeinsam Eintritt ab 28 Euro.

Zusammenfassung

Ein Ort, der Natur, Geschichte und modernes Erlebnis auf eindrucksvolle Weise vereint: Der Spaziergang über den Baumwipfeln bietet nicht nur spektakuläre Ausblicke, sondern auch einen Hauch von Lost-Place-Charme, besonders spürbar beim mystischen Dachwald auf dem alten Alpenhaus. Alles in barrierefreiem Ambiente, das Besucher jeden Alters willkommen heißt.

Ob Frühlingsblüte, herbstliches Farbenspiel oder winterlicher Lichterzauber. Zu jeder Jahreszeit entfaltet der Baumkronenpfad Beelitz-Heilstätten seinen ganz besonderen Reiz.

Mein Tipp: Plane mindestens 1,5 bis 2 Stunden ein, idealerweise kombiniert mit einer Führung durch die historischen Heilstätten. Den Ausflug krönt eine Tasse Kaffee am Aussichtsturm mit Panorama inklusive.

Barfußweg Beelitz-Heilstätten
Mitten im berühmten Gelände der Beelitz-Heilstätten wartet für euch ein ganz besonderes Naturerlebnis auf dem Barfußweg. Auf rund 600 Metern Höhe spürst du Holz, Rinde, Steine, Sand und kühles Wasser direkt unter deinen Füßen. Ein erfrischendes Erlebnis, das die Sinne schärft und sich perfekt mit einem Spaziergang durch den Wald oder einem Besuch des Baumkronenpfads kombinieren lässt.

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Deutschland

Triberg: Schwarzwälder Flair zwischen Wasserfällen und Tradition

Wer an den Schwarzwald denkt, dem kommen oft dichte Wälder, Kuckucksuhren und tiefe Täler in den Sinn. Genau dieses Bild wird in Triberg im Schwarzwald lebendig. Eingebettet in eine beeindruckende Berglandschaft, vereint der Ort Naturerlebnisse, Handwerkskultur und kreative Fotowelten und ist ein ideales Ziel für einen Tagesausflug oder einen Kurzurlaub.

Die Triberger Wasserfälle: Naturwunder mit Klang

Das Herzstück des Ortes sind die Triberger Wasserfälle, die mit ihren 163 Metern zu den höchsten Wasserfällen Deutschlands zählen. Über sieben Fallstufen stürzt sich das Wasser der Gutach durch eine enge Schlucht. Ein gut ausgebauter Weg führt entlang der Fälle wahlweise gemütlich oder sportlich mit einigen Treppenstufen. Besonders stimmungsvoll ist die Abendbeleuchtung. Sie verleiht dem Naturspektakel eine magische Atmosphäre.

Uhrenträger

Im 18. und 19. Jahrhundert spielte im Schwarzwald ein besonderer Beruf eine wichtige Rolle: der Uhrenträger. Während die Menschen in den abgelegenen Tälern in den Wintermonaten Holzuhren oft mit kunstvollen Schnitzereien und dem berühmten Kuckuck herstellten, gab es vor Ort kaum Käufer. So machten sich die Uhrenträger mit großen Kisten oder Rückentragen voller Uhren auf den Weg, um diese in die Welt hinauszutragen. Zu Fuß zogen sie über Ländergrenzen hinweg, verkauften ihre Ware nicht nur in Süddeutschland, sondern auch in Frankreich, Italien, Russland oder sogar bis nach Amerika. Auf diese Weise wurden die Schwarzwälder Uhren weit über die Region hinaus bekannt. Mit dem Ausbau von Verkehrswegen und dem Aufkommen des Versandhandels verschwand der Beruf allmählich, doch die Uhrenträger gelten bis heute als die eigentlichen Botschafter der Schwarzwälder Uhrmacherkunst.

Triberg
Uhrenträger

Schwarzwaldmuseum in Triberg

Nur wenige Schritte von den berühmten Triberger Wasserfällen entfernt befindet sich das Schwarzwaldmuseum, ein kulturelles Highlight. Das die Besucher tief in die Traditionen und das Leben der Region eintauchen lässt. Schon beim Betreten spürt man den besonderen Charme dieses Museums, das auf anschauliche Weise zeigt, was den Schwarzwald so einzigartig macht.

Triberg
Schwarzwaldmuseum Feilenhauerei

Ein Schwerpunkt liegt auf der jahrhundertealten Handwerkskunst: In den Ausstellungsräumen erfährt man, wie Uhrmacher filigrane Kuckucksuhren anfertigten und Holzschnitzer kunstvolle Figuren erschufen. Besonders eindrucksvoll sind auch die detailreichen Fasnet-Figuren, die einen lebendigen Eindruck von den bunten Fastnachtsbräuchen im Schwarzwald vermitteln.

Triberg
Faschings Figuren im Schwarzwaldmuseum Triberg

Ein weiterer Höhepunkt ist die große Sammlung an historischen Radios, darunter selbstspielende Drehorgeln, die mit ihrem Klang die Besucher sofort in eine andere Zeit versetzen. Viele dieser kostbaren Stücke sind voll funktionsfähig und werden im Museum regelmäßig vorgeführt, ein Erlebnis für Augen und Ohren.

Triberg
Radios

Nicht weniger faszinierend ist die Schwarzwaldbahn-Modelllandschaft, die zu den größten und originalgetreuesten ihrer Art zählt. Mit viel Liebe zum Detail wurden hier die eindrucksvollen Streckenverläufe der Schwarzwaldbahn nachgebaut, inklusive zahlreicher Brücken, Tunnel und Viadukte. Wer genau hinsieht, entdeckt immer wieder kleine Szenen und Details, die den Nachbau lebendig wirken lassen.

Triberg
Stellwerk im Schwarzwaldmuseum

Das Museum ist damit weit mehr als eine reine Ausstellung. Es ist ein Ort zum Staunen und zum Entdecken. Ob Technikliebhaber, Kulturinteressierte oder Familien mit Kindern. Ein Besuch im Schwarzwaldmuseum lohnt sich für alle, die den Schwarzwald nicht nur sehen, sondern auch seine Geschichte erleben möchten.

Triberg
Schwarzwaldmuseum Bauernschlafstube

Im Museum kann man zahlreiche Modelle bestaunen, von den historischen Ausführungen bis hin zu kunstvoll verzierten Einzelstücken. Ein paar echte Schmuckstücke sind die kleinsten Kuckucksuhren der Welt, die hier zu sehen sind. Sie zeigen, mit wie viel handwerklichem Können und Liebe zum Detail die Schwarzwälder Uhrmacher gearbeitet haben.

Bob- und Rodelsport

Im Untergeschoss des Schwarzwaldmuseums in Triberg befindet sich die Wintersport-Abteilung, die einen spannenden Einblick in die Geschichte des Bob- und Rodelsports bietet. Dort könnt ihr verschiedene Schlitten und Bobs bestaunen, die die Entwicklung des Wintersports in der Region anschaulich dokumentieren. Die Ausstellung verbindet Technik, Wintersportgeschichte und regionale Besonderheiten auf eindrucksvolle Weise.

Triberg
Bob und Schlitten Ausstellung

Schwarzwaldmuseum
Wallfahrtstr. 4, 78098 Triberg im Schwarzwald
Montag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet

Mein Tipp

Mit der Triberg-Inklusiv-Karte kannst du mehrere Attraktionen kombinieren; oft sind Wasserfall, Museum und Triberg Fantasy im Preis enthalten. Hier findet ihr die Öffnungszeiten und Preise.

Triberg Stadtbummel

Ein Spaziergang durch die Innenstadt von Triberg ist wie ein kleiner Ausflug in eine andere Zeit.

Bach in Triberg mit Häuser

Die Hauptstraße schlängelt sich durch den Ort und wird von charmanten Fachwerkhäusern gesäumt. In den vielen Souvenirgeschäften stößt man auf alles, was den Schwarzwald ausmacht, von handgefertigten Holzschnitzereien bis hin zu kunstvollen Schwarzwald-Uhren, die hier fast an jeder Ecke zu finden sind.

Rathaus

Wer möchte, kann bei der Stadtbesichtigung die katholische Kirche St. Maria mit besichtigen. Mit ihrer ruhigen Atmosphäre bietet sie einen schönen Kontrast zum lebhaften Treiben in der Hauptstraße und lädt dazu ein, für einen Moment innezuhalten.

Zusammenfassung

Triberg ist klein, aber voller Erlebnisse. Ob du Natur liebst, dich für Tradition begeisterst oder einfach schöne Fotomotive suchst: In Triberg findest du all das auf engem Raum. Und das Beste? Die Mischung aus Geschichte, Natur und moderner Präsentation macht den Besuch kurzweilig und unvergesslich.

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