Die Kleinstadt Abensberg mit circa 14000 Einwohnern liegt im niederbayerischen Landkreis Kelheim und ist circa 80 Kilometer nördlich von München entfernt. Abensberg liegt in der Mitte zwischen Ingolstadt und Regensburg und etwa 40 Kilometer nördlich von Landshut.
Das bekannteste und ein sehr schönes Wahrzeichen von Abensberg ist der Hundertwasserturm und das Hundertwasser-Museum bei der Weißbierbrauerei Kuchlbauer.

Wer mit dem Zug anreisen möchte, fährt die Strecke Ingoldstadt–Regensburg mit der Zugnummer aG RB17 der Agalis, Verkehrsbetriebe mit Halt in Abensberg. Wer mit dem Auto anreist, dem stehen ein paar einzelne Parkplätze am Brauereigelände zur Verfügung; ansonsten steht ein großer Parkplatz an der Gillamooswiese, Adresse Münchener Straße 33, zur Verfügung.
Den Kuchlbauer-Turm und die Brauerei findet man unter der Adresse Römerstraße 5–9, 93326 Abensberg.
Seit über 100 Jahren ist Kuchlbauer eine Familienbrauerei in der 9. Generation, welche sich auf Weißbier spezialisiert hat. Wie schön ist es, eine der ältesten Brauereien der Welt zu besichtigen. Denn die familiengeführte Brauerei besitzt seit 1300 das Braurecht.
Wer nicht gerade am Wochenende nach Abensberg fährt, sollte sich informieren, ob Führungen durch die Brauerei stattfinden.
Abensberger KunstHaus Kuchlbauer
Als Erstes sind wir in das Kunsthaus gegangen, welches im Jahre 2014 eröffnet wurde. Das Kunsthaus wurde von Peter Pelikan entworfen. Der Peter Pelikan war vom Friedensreich Hundertwasser sein bester Freund und Architekt. Im Kunsthaus gibt es den Souvenirshop mit dem Kuchlbauer-Bier und den Eintrittskarten. Zum anderen gibt es die Eintrittskarten für die Weißbierbrauerei-Führung mit dem Hundertwasserturm. Oder das Kombiticket für die Ausstellung des Friedensreich Hundertwasser mit der Weißbierbrauerei-Führung.

Da für die Führung noch ausreichend Zeit war, sind wir in die Ausstellung von Hundertwasser gegangen. Denn der Eingang war gleich rechts neben der Kasse. Am Drehkreuz haben wir die Karte eingescannt und sind die Treppe hinaufgegangen.
Die Räume der Kunstausstellung sind in dem typischen Baustil von Hundertwasser gehalten. Von den bunten, leuchtenden Keramikformen, den unebenen Böden, den runden Bauformen und seinen vergoldenden Zwiebeltürmen.
Auf der gesamten Ausstellung findet man von Hundertwasser verschiedene Bilder, seinen Lebenslauf sowie die gemeinsam von Hundertwasser und Pelikan erschaffenen Projekte. So bekommt man einen Eindruck von seinem Leben. Hundertwasser hat immer dem, was er der Natur entnommen hatte, das zurückgegeben, was er der Natur entnommen hatte. Bei seinen Bauwerken sieht man immer wieder, dass er Bäume, Sträucher und Grünflächen miteinander verknüpft hat.
Unter anderem entwarf Hundertwasser auch verschiedene Aufdrucke von den Briefmarken.
Die Weißbierbrauerei Kuchlbauer
Um 15 Uhr trafen wir uns alle vor dem Eingang des Kunsthauses, denn von da aus ging es mit unserer Führerin in die Weißbierbrauerei.
Im Gebäude ging es wieder durch das Drehkreuz, wo unsere Tickets eingescannt wurden. Danach erzählte sie uns von der Geschichte dieser Weißbierbrauerei, bis wir zum Sudhaus gelangten.

Auf dem Weg zur Gärung ging es an ein paar Ausstellungsstücken vorbei. Und der Weg durch die Brauerei wird durch Wegweiser am Boden oder an der Wand beschildert. So konnten die Kinder sich den Weg bis zum nächsten Stopp suchen. Und die Nachzügler brauchen nur diesen Spuren zu folgen, bis wir wieder bei der Gruppe sind.


Die moderne Abfüllanlage nimmt sehr viel Arbeit ab. Es werden nur noch ein paar einzelne Flaschen, zum Beispiel die 2-Liter-Flaschen, nach alter Art und Weise abgefüllt. Diese ist im Ausstellungsraum vor der Abfüllanlage ausgestellt, genau so wie die alten Fässer und die Bierkästen.


Die Brauerei Kuchlbauer in Abensberg hat ihren eigenen Brunnen, verschiedene Kutschen und das Werbeauto.


Mit 32 verschiedenen Biersorten ist es schon eine sehr beachtliche Leistung für eine so kleine Brauerei. Die rund 80 Beschäftigten sorgen für einen reibungslosen Ablauf der Produktion.
Der Hundertwasserturm
Nach der Brauereibesichtigung ging es zu unserem Highlight, dem 34 Meter hohen Hundertwasserturm. Der Entwurf stammt von Friedensreich Hundertwasser, aber er verstarb im Jahr 2000 in der Planungsphase. Aber sein Architekt und Freund, Peter Pelikan, hat es sich zur Aufgabe gemacht, dieses Projekt fertigzustellen. Es mussten zahlreiche Veränderungen vorgenommen werden. Denn ursprünglich sollte der Turm 70 Meter hoch werden. Im Jahr 2007 konnte der Grundstein gelegt werden. Die goldene Zwiebelkuppel mit einem Durchmesser von 10 Metern wurde im August 2008 aufgestellt und wiegt 12 Tonnen. Und im Januar 2010 wurde der Turm fertiggestellt.
Von der Brauerei aus ging es zunächst in das Untergeschoss des Turmes. Hier ist man mitten drinnen vom beeindruckenden Baustil mit der farbenfrohen Gestaltung, was typisch für das Hundertwasser ist. Im Untergeschoss befindet sich die größte Weißbiergläser-Ausstellung der Welt.



Für Rollstühle und Kinderwagen gibt es einen Fahrstuhl, der bis in eine Höhe von 25 Metern gefahren wird. Dort befindet sich die Aussichtsplattform. Von der Aussichtsplattform führt noch einmal eine Treppe in die Kuppel hinauf, wo ein Film gezeigt wird. Ansonsten gibt es den Weg über die Treppen hinauf zur tollen Aussichtsplattform. In diesem Turm entdeckt man immer wieder die tollen Farbkombinationen und den beeindruckenden Baustil.
Besondere Anlässe
Wenn der Biergarten geöffnet ist, gibt es vor Ort eine Bierverkostung mit Brezen. Denn in der kalten Jahreszeit ist der Biergarten geschlossen. Dafür haben wir je 2 Flaschen im Kunsthaus erhalten und so konnten wir zu Hause das Bier genießen.
In der Adventszeit wird die Turmweihnacht mit circa 400000 LED-Leuchten auf dem Gelände der Kuchlbauer Weißbierbrauerei präsentiert. Und zur Osterzeit findet vor dem Kunsthaus der Ostermarkt statt.
In Abensberg findet Anfang September das Gillamoos statt. Das Gillamoos ist eines der ältesten Jahrmärkte und wird auch umgangssprachlich (das Fest der Hallertau) genannt. Da beginnt die Brauerei bereits 5 Monate vor Beginn des Festes das Bier zu brauen. Denn dafür wird extra eine Sorte für die 5. Jahreszeit gebraut. Auf dem großen Jahrmarkt werden leckere Speisen angeboten, es gibt tolle Fahrgeschäfte und es wird eine Dirndl-Königin präsentiert.
Ein Ausflugstipp für die Region wäre Riedenburg mit dem Schloss Rosenburg.
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